Simon Dilger verlässt die Olympia

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 Herber Verlust für Olympia Laupheim: Simon Dilger wird den Verein verlassen. Der Stürmer schließt sich dem SSV Ehingen-Süd an.
Herber Verlust für Olympia Laupheim: Simon Dilger wird den Verein verlassen. Der Stürmer schließt sich dem SSV Ehingen-Süd an. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Der FV Olympia Laupheim schwebt in akuter Abstiegsgefahr in der Fußball-Verbandsliga. Nach einer extrem schwachen Rückrunde mit nur drei Punkten wurde die Olympia von Rang sieben bis auf den vorletzten Platz in der Tabelle durchgereicht. Dennoch kann Laupheim immer noch den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, denn vier der fünf Gegner in den letzten fünf Saisonspielen sind unmittelbare Konkurrenten. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit in der neuen Saison ist bereits jetzt klar, dass es einen großen personellen Umbruch gibt. Unter anderem Simon Dilger wird die Olympia verlassen.

Dreimal darf die Olympia in den verbleibenden Spielen noch zu Hause antreten. Am Samstag gegen die TSG Tübingen, danach gastieren noch der FV Löchgau und der VfB Neckarrems im Olympia-Stadion. Zudem muss Laupheim noch beim VfL Nagold ran. Zwingend notwendig, um sich die Chancen auf den Nichtabstieg zu erhalten, sind drei Punkte gegen Tübingen. Trotz dieser aktuellen misslichen Lage muss in Laupheim natürlich auch die kommende Saison geplant werden – unabhängig von der Ligazugehörigkeit.

„Wir haben in den vergangenen Wochen sehr viele, teilweise sehr intensive Gespräche mit den Spielern geführt“, betont der sportliche Leiter der Olympia, Stefan Rampf. Mit sieben Spielern habe man sich auf ein weiteres Engagement einigen können, darunter Julian Haug, Philipp Fischer oder Jonas Dress. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass uns diese wichtigen Akteure erhalten bleiben“, sagt Rampf. Andererseits muss der ehemalige Trainer des Bezirksligateams auch Abgänge hinnehmen.

Ehingen-Süd heißt der neue Club

Der schmerzlichste davon ist mit Sicherheit Simon Dilger. Das Eigengewächs der Olympia – derzeit wegen eines Mittelfußbruchs außer Gefecht gesetzt, wechselt zur neuen Saison zum SSV Ehingen-Süd. „Simon hat uns am Mittwochabend final informiert, dass er wechseln wird. Das ist natürlich ein herber Verlust für uns, auch wenn er in den vergangenen Jahren häufig verletzt war.“ Sogar Regionalligaclubs hätten im Winter vor seiner Verletzung noch bei Dilger angefragt. Das sei aber jetzt offensichtlich kein Thema mehr gewesen, so Rampf.

Neben Dilger muss die Olympia noch die Abgänge fünf weiterer gestandener Spieler verkraften. Neben Mathias Wesolowski, der bekanntermaßen Spielertrainer in Ochsenhausen wird (die SZ berichtete), werden auch Manuel Hegen, Fabian Ness, Julius Lense und Kapitän Sascha Topolovac den Verein verlassen. Alle aus beruflichen und privaten Gründen. „Diese Spieler haben uns bislang keinen neuen Verein mitgeteilt.“

Stefan Rampf, der vor allem den Willen und die Einsatzbereitschaft neben der fehlenden Torgefahr und dem dem großen Verletzungspech als Ursachen für die Talfahrt der Olympia nach der Winterpause sieht, hat es aber auch geschafft, neue Spieler von einem Wechsel nach Laupheim zu überzeugen.

Stellmacher kommt

Der bekannteste davon ist David Stellmacher, der vom SV Weingarten kommt. Der Stürmer hat in den beiden Landesligajahren des SVW schon einige Treffer erzielt und ist jetzt auch maßgeblich am voraussichtlichen sofortigen Wiederaufstieg aus der Bezirksliga beteiligt. Dazu kommen noch Torwart Paul Brünz vom FC Leutkirch und Philip Nadig, Abwehrspieler der SG Kißlegg. Zudem wurde Lukas Engel fest verpflichtet, der in den vergangenen Wochen schon in der ersten Mannschaft gespielt hat.

Noch gültige Verträge bei der Olympia für die kommende Saison haben unter anderem Alexander Schrode, Dominik Ludwig und Narciso Filho. „Egal, wo wir in der kommenden Saison spielen, sind wir ganz gut aufgestellt, zumal wir noch den einen oder anderen Spieler an der Angel haben“, sagt Stefan Rampf. Endgültig stehen soll der neue Kader des FV Olympia Laupheim dann spätestens in zehn Tagen.

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