Remane und Laese führen den „Treffpunkt“

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Vorstandsduo mit „Look-Gugg-Taschen“: Harry Remane (rechts) und Stefan Laese wurden an die Spitze der Werbegemeinschaft „Treffpu
Vorstandsduo mit „Look-Gugg-Taschen“: Harry Remane (rechts) und Stefan Laese wurden an die Spitze der Werbegemeinschaft „Treffpunkt“ gewählt. (Foto: Roland Ray)
Schwäbische Zeitung
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Die Werbegemeinschaft „Treffpunkt Laupheim“ hat wieder ein Vorstandsduo. Einstimmig haben die Mitglieder am Montag bei der Hauptversammlung Harry Remane zum Ersten und Stefan Laese zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Remane war 2017 kommissarisch an der Spitze der Werbegemeinschaft gestanden. Er sei in die Aufgabe hineingewachsen und habe stets Rückendeckung vom Ausschuss erhalten, sagte er und appellierte an die aktuell 33 Mitglieder und alle anderen Gewerbetreibenden, gemeinsam für einen starken und attraktiven Handelsplatz Laupheim zu kämpfen.

„Wir sitzen alle im selben Boot und die Zeiten werden nicht einfacher“, betonte Remane unter Verweis auf die Konkurrenz im Internet und im Umland. Umso wichtiger sei, „dass wir alle in die gleiche Richtung rudern“. Stefan Laese unterstrich diese Dringlichkeit. Einzelhändler, die noch nicht Mitglied sind, gelte es fürs Mitmachen zu begeistern. „Wir müssen noch mehr herausstellen: Was macht uns stark, was können wir“, forderte Jochen Rapp.

In seinem Rückblick auf das zweite Halbjahr 2017 berichtete Remane von durchweg positiver Resonanz auf die „Treffpunkt“-Aktionen „Eiszeit“, „Nightshopping“ und „Weihnachtshütte“. Auch der verkaufsoffene Sonntag im September, erstmals verbunden mit einem U.S.-Car-Treffen, sei „eine super Image-Werbung für die Einkaufsstadt Laupheim“ gewesen, und der „Laupheimer Adventskalender“ heiß begehrt. Mit der Stadt habe man vier Wochen kostenloses Parken vor Weihnachten aushandeln können – „danke für das Entgegenkommen, die Kunden haben dieses tolle Angebot ausdrücklich gelobt“.

Die nächsten Aktionen werden schon vorbereitet. Am 11. März lockt das „Frühlingserwachen“, wiederum in Kombination mit einem verkaufsoffenen Sonntag, am 15. Juni die Rosentafel. Eisgutscheine sollen den Menschen auch in diesem Sommer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Harry Remane und Jochen Rapp ermunterten die „Treffpunkt“-Mitglieder, ganzjährige Werbeträger wie die „Look-Gugg“ einzusetzen. Die auffällige Tasche, bisher in drei Editionen erhältlich, sorge über die Stadtgrenzen hinaus für Gesprächsstoff und sei ein nicht zu unter- schätzendes Marketinginstrument. Die „Treffpunkt“-Händler verkaufen sie für fünf Euro oder verschenken sie an gute Kunden. Angedacht ist, den Kunden künftig bei Bedarf Regenschirme zu leihen, die in allen „Treffpunkt“-Geschäften zurückgegeben werden können.

Sorge bereitet den Händlern die allgemein rückläufige Kundenfrequenz in den Geschäften und der bundesweite Ladenschwund in Nebenlagen. Solche Herausforderungen kämen auf Orte von der Größe Laupheims oder Biberachs mehr denn je zu, warnte Günter Warth. Auch deshalb sei es wichtig, kommunalpolitisch gehört zu werden und Einfluss zu nehmen. Die Möglichkeiten indes seien in den letzten Jahren unter dem Oberbürgermeister Kapellen „ziemlich bescheiden“ gewesen, resümierte Warth. Es bleibe zu hoffen, dass der Handel „künftig wieder mehr Wertschätzung im Rathaus genießt“.

Signal aus dem Rathaus

Apropos: Am Montag haben sich „Treffpunkt“-Mitglieder zu einem Gespräch mit Gerold Rechle getroffen, auf Initiative des künftigen OB. Im Mittelpunkt stand das Thema Parken. Remane sprach von einem guten Signal aus dem Rathaus. Der „Treffpunkt“ halte ein zentrums-nahes Parkhaus – „besser zwei“ – für sehr wichtig.

Gedanken machen wollen sich die „Treffpunkt“-Mitglieder über längere Öffnungszeiten am Samstag. Dieser Tag sei inzwischen für viele Verbraucher ein Haupteinkaufstag. Günter Warth glaubt sogar: „Am Samstag entscheidet sich die Stärke eines Standorts.“ In Biberach haben er und einige Kollegen inzwischen bis 18 Uhr geöffnet. Nach einer gewissen Anlaufzeit mache sich das jetzt bezahlt.

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