Preis für die Maß Bier steigt von 7,40 auf 8,50 Euro

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Um fast 15 Prozent schlägt der Preis für die Maß Bier beim Heimatfest auf – na denn prost!
Um fast 15 Prozent schlägt der Preis für die Maß Bier beim Heimatfest auf – na denn prost! (Foto: Archiv: Reiner Schick)
Schwäbische Zeitung
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Wer seinen Durst mit Bier löschen möchte, muss beim Kinder- und Heimatfest dieses Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für die Maß steigt von 7,40 auf 8,50 Euro. Auch andere Preise ziehen an. Der Vorsitzende des Heimatfestvereins, Walter Spleis, begründet dies mit steigenden Ausgaben.

Lange sei das Bier beim Kinderfest konkurrenzlos günstig gewesen, sagt Spleis. 2016 kostete der Liter noch 6,80 Euro, im Vorjahr 7,40 Euro. „Jetzt tut es einen Ruck“, so der Festvorsitzende, der Laupheim „auf Augenhöhe“ mit Ravensburg und Biberach bringe. Beim Rutenfest wurden für die Maß im vergangenen Jahr ebenfalls 8,50 Euro verlangt, beim „Schützen“ 8,60 Euro.

Teurer werden in Laupheim auch die Halbe Bier (4,40 statt 3,70 Euro), Hefeweizen (4,40 statt 3,90 Euro) sowie Apfelschorle und Spezi (2,80 statt 2,40 Euro). Sprudel, Limo, Cola und Fanta bleiben bei zwei Euro pro Flasche – „da sind wir nach wie vor erheblich billiger als andere“, sagt Spleis. Für eine Festwurst müssen die Besucher nun drei Euro berappen (bisher: 2,80 Euro).

Gefeiert wird heuer vom 21. bis 25. Juni. Der Aktionspreis am Eröffnungstag für die Maß Bier erhöht sich von fünf auf 6,50 Euro. Alkoholfreie Getränke sind weiter für 1,50 Euro zu haben, Hähnchen werden nicht mehr rabattiert. Der Aktionszeitraum am Heimatfest-Donnerstag halbiert sich auf 16 bis 18 Uhr; bisher gab’s die Sonderangebote bis 20 Uhr.

Festgelegt haben die neuen Preise der zuständige Ausschuss des Heimatfestvereins, die Festwirte und die Vertreter der Vereine. Man benötige Mehreinnahmen, sagt Walter Spleis und verweist auf die vielfältigen Aufgaben, die es auf dem Festplatz und darüber hinaus zu stemmen gilt. „Die Ansprüche der Besucher an Ambiente, Musik und Sanitäreinrichtungen steigen“, sagt er. Allein die Miete und Reinigung der Toiletten schlage mit mehr als 20 000 Euro zu Buche. Auch der Heimatfestfundus will gepflegt sein. Zusätzlich investieren wolle und müsse man in das Thema Sicherheit.

2017 haben Mitarbeiter eines Fachbüros aus Vaihingen das Heimatfest drei Tage begleitet und die Sicherheitsvorkehrungen überprüft. Danach haben sie ein umfassendes Sicherheitskonzept ausgearbeitet. „Vieles haben wir ja schon“, sagt Spleis; zum Beispiel eine eigene Funklinie für die Festverantwortlichen, die über die Feuerwehr läuft und unabhängig von Mobilnetzen ist. Doch listen die Profis, die auch schon die Biberacher Schützendirektion beraten haben, in ihrem Gutachten einiges auf in punkto Flucht- und Verkehrswege, Notfallmanagement, Brandschutz, Ordnungsdienst und Kommunikation, was nun umgesetzt werden soll und aus dem Festbetrieb finanziert werden muss.

Mehr Security

„Wir werden Fluchtwege ausschildern und auf dem unteren Festplatz eine Sicherheitsbeleuchtung installieren“, nennt Spleis Beispiele. „Und künftig deutlich mehr Security-Kräfte einsetzen“, erstmals auch an den Haltestellen der Heimatfestbusse am Marktplatz. Apropos: Auch der Heimatfestbus wird teurer. Der Preis für das Einzelticket steigt von 1,50 auf zwei Euro, für das Dauerticket von sieben auf acht Euro. Kinder unter zwölf Jahren fahren weiter kostenlos.

Stabil bleibt der Preis für den Festbändel. Für fünf Euro bekommt man fünf Tage Heimatfest geboten – drei Umzüge, Ausstellung und Paradekonzert, Heimatstunde, Feuerwerk und den Sternmarsch der Fanfarenzüge inklusive. Nach Pfingsten werden die Bändel verkauft, rund 15 000 wurden im Vorjahr abgesetzt.

„Durch Zeit und Raum“ heißt das Motto des Großen Festzugs. Ab Mai geben die Wagenbauer Vollgas. Die im Bau befindliche dritte Heimatfesthalle, die optimale Bedingungen für die kreativen Konstrukteure schaffen soll, müsste bis Juni fertig sein.

Die Heimatfest-Ausstellung in der Schranne ist 160 Jahren Sängerbund gewidmet. Auch in der Heimatstunde im Kulturhaus wird Laupheims ältester Verein prominent vertreten sein.

Eine besondere Attraktion verspricht der Kulturabend: Am 19. und 20. Juni führen Musikschule und CLG das Laemmle-Musical „Makin’ Hollywood“ auf, das im November Premiere feierte. Der Kartenverkauf startet im Mai, der Termin wird noch bekannt gegeben. Mit 2,50 Euro pro Ticket, wie sonst beim Kulturabend üblich, werde man dieses Mal angesichts fünfstelliger Produktionskosten nicht hinkommen, sagt Walter Spleis.

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