Polizei stellt mehr als neun Kilo Rauschgift sicher

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Schwäbische Zeitung

Mehr als neun Kilogramm Rauschgift hat die Polizei am Donnerstagabend in Laupheim und Laichingen sichergestellt. In beiden Städten wurden Wohnungen durchsucht. Gegen zwei Frauen und zwei Männer ergingen Haftbefehle.

Wie berichtet, war ein Einsatz im Stadtzentrum von Laupheim. In der Moritz-Henle-Straße standen am Donnerstag mehrere Polizeifahrzeuge. Beteiligt an der Razzia im Drogenmilieu waren Beamte der Kripo Ulm und der örtlichen Reviere sowie Spezialkräfte.

Am Freitag gaben das Polizeipräsidium Ulm und die Staatsanwaltschaft Ravensburg Einzelheiten bekannt. Im Zuge von Ermittlungen hatte die Kripo demnach Grund zu der Annahme, dass am Donnerstag Rauschgift in die Region geliefert werden sollte. Im Verdacht standen drei Frauen und drei Männer im Alter von 17 bis 50 Jahren. Als sich die Hinweise verdichteten, beantragte die Staatsanwaltschaft richterliche Durchsuchungsbeschlüsse.

Sechs Kilo Marihuana im Auto

Gegen 19 Uhr sichteten Polizeibeamte das mutmaßliche Transportfahrzeug in Laichingen. Beim Zugriff fanden sie in dem Auto rund sechs Kilogramm Marihuana.

Anschließend durchsuchte die Polizei die Wohnungen der sechs Verdächtigen in Laupheim und Laichingen. Dabei wurden Spürhunde eingesetzt. „In allen Wohnungen wurde ebenfalls Rauschgift gefunden“, bestätigte der Polizeisprecher Wolfgang Jürgens der Schwäbischen Zeitung. Die Beamten stellten weitere 1,5 Kilogramm Marihuana, 700 Gramm Haschisch, 750 Gramm synthetische Drogen, fast 200 Gramm Kokain, 200 Ecstasy-Tabletten sowie Psylocibin-Pilze, Heroin und LSD in kleineren Mengen sicher.

Schusswaffengebrauch befürchtet

Weil die Ermittler befürchteten, dass Schusswaffen im Spiel sein könnten, wurden Spezialkräfte hinzugezogen. Tatsächlich fanden die Beamten einen Schießkugelschreiber und einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker.

Zwei der Verdächtigen, eine 17-Jährige und ein 22 Jahre alter Mann, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Gegen die beiden anderen Frauen und zwei Männer erließ der zuständige Richter am Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Sie sitzen in U-Haft. Zum Teil sind sie der Polizei einschlägig bekannt.

Die Ermittlungen gelten jetzt auch möglichen Hintermännern und Abnehmern für die Drogen. Aufgrund der Menge liege der Verdacht nahe, dass es sich um organisierte Rauschgiftkriminalität handelt, sagt der Polizeisprecher Jürgens. „Wir müssen fragen: Gibt es Drahtzieher, und wenn ja, wo sitzen sie? Und an wen wollten die Verdächtigen so viel Rauschgift abgeben?“ Die Polizei geht davon aus, dass die Lieferung für die Region zwischen Alb und Oberschwaben bestimmt war.

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