Panne verzögert die Entscheidung bei der Laupheimer Gemeinderatswahl

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Am Ende eines langen Tages verkündet die Erste Bürgermeisterin und Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Eva-Britta Wind: In
Am Ende eines langen Tages verkündet die Erste Bürgermeisterin und Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, Eva-Britta Wind: In Obersulmetingen müssen die Stimmen zur Gemeinderatswahl noch einmal ausgezählt werden. (Foto: Kai Schlichtermann)

Die Gemeinderatswahl in Laupheim ist noch nicht vorbei: Am späten Montagabend tagte der Wahlausschuss und entschied einstimmig ein vorläufiges Ende der Auszählung des Wahlbezirks 15 (Obersulmetingen).

Nach Angaben der Ersten Bürgermeisterin und Vorsitzenden des Ausschusses, Eva-Britta Wind, müssen sämtliche Stimmen der Gemeinderatswahl in Obersulmetingen am Dienstag „in Ruhe“ neu ausgezählt werden. Wenn das Ergebnis feststeht, will der Wahlausschuss in einer kurzfristig anberaumten Sitzung am Mittwochmorgen das vorläufige Wahlergebnis feststellen.

Was ist im Laufe des Montags im Rathaus und bei den Wahlhelfern in Obersulmetingen passiert? Rebecca Männer, Wahlleiterin in Laupheim, sagte am Mittag, man erwarte das endgültige Wahlergebnis am Nachmittag. Stadträte, politisch interessierte Bürger und Medienvertreter fanden sich gegen 17 Uhr im Rathaus ein und erwarteten die Resultate.

Sieben Stimmen zu viel

Doch dann vertröstete das Wahlteam die beharrlich Wartenden immer wieder: Erst hieß es, die komplizierte Auswertung der Briefwahl sei der Grund der Verzögerung. Etwas später räumten Eva-Britta Wind und auch Oberbürgermeister Gerold Rechle ein, dass es eine Panne gegeben habe. Da war es bereits 19.30 Uhr. Die ursprünglich auf 20 Uhr angesetzte Sitzung des Wahlausschusses wurde verschoben, das Wahlteam musste sich beraten. Schließlich teilte Eva-Britta Wind den Wartenden im Rathaus mit, sämtliche Wahlzettel seien noch in Obersulmetingen und müssten komplett neu ausgezählt werden. Im erstmalig eingesetzten EDV-System „PC Wahl“ seien sieben Stimmen zu viel angezeigt worden, aber die Ursache konnte noch nicht geklärt werden. Zugleich hätten die Rechner zahlreiche Sachverhalte der Wahl in Obersulmetingen falsch dargestellt.

Der Wahlausschuss kam zu dem Ergebnis, dass es aus rechtlichen Gründen geboten sei, zum jetzigen Zeitpunkt kein vorläufiges Endergebnis der Gemeinderatswahl festzustellen. Die vorläufigen Endergebnisse der Kreis- und Ortschaftsratswahl dagegen wurden einstimmig angenommen.

Anja Reinalter, Fraktionschefin der Offenen Liste, die die Sitzung verfolgte, sagte der „Schwäbischen Zeitung“, es sei irritierend, dass erhebliche Fehler beim Auszählen der Stimmen aufgetreten seien.

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