Olympia Laupheim stellt sich neu auf

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 Kümmern sich künftig gemeinsam um die sportliche Leitung beim Verbandsligisten FV Olympia Laupheim: (von links) Trainer Hubertu
Kümmern sich künftig gemeinsam um die sportliche Leitung beim Verbandsligisten FV Olympia Laupheim: (von links) Trainer Hubertus Fundel und Stefan Rampf. Unterstützt werden beide dabei von Co-Trainer Udo Schrötter. (Foto: Archiv: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Nach dem überraschenden Rücktritt von zwei Vorstandmitgliedern im Dezember vergangenen Jahres gibt es beim Fußball-Verbandsligisten FV Olympia Laupheim weitere personelle Änderungen. Patrick Seidel, bislang gemeinsam mit Stefan Rampf verantwortlich für die sportliche Leitung, zieht sich aus diesem Bereich mit sofortiger Wirkung zurück und wird sich künftig dem Marketing und Sponsoring widmen. Dafür werden Trainer Hubertus Fundel und sein Co-Trainer Udo Schrötter mehr in die sportliche Leitung eingebunden.

„Wir mussten ja auf die Rücktritte reagieren und glauben, dass wir so gut aufgestellt sind“, sagt Rampf. Die Regelung soll vorerst bis zum Saisonende gelten. Danach müsse man sehen. Gleichzeitig sind die beiden verbliebenen Vorstände Ernst Aubele und Achim Reinalter auf der Suche nach Unterstützung.

Spätestens bis zur ordentlichen Hauptversammlung im September soll hier Vollzug gemeldet werden. „Das Ziel ist aber, es deutlich früher zu schaffen und dann eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen“, erläutert Rampf. Zudem weist er darauf hin, dass der Verein auch mit nur zwei Vorstandmitgliedern beschlussfähig sei. „Wir können ganz normal unsere Arbeit machen, allerdings ist es mit weniger Schultern schon deutlich anstrengender.“

Rampf kümmert sich bereits seit Jahresbeginn zusammen mit Fundel und Schrötter um die Kaderplanung für die kommenden Saison – sowohl für das Verbandsligateam als auch für den Bezirksligakader. Vorrangig gehe es darum, mit den bestehenden Teams Gespräche zu führen und die Spieler vom Bleiben zu überzeugen. Der Abgang von Ivan Vargas Müller nach Reutlingen (SZ berichtete) sei ein herber Verlust, auch wenn der Stürmer in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr an die Topleistungen zu Beginn seines Laupheim-Engagements anknüpfen konnte. Dagegen hat Abwehrspieler Lukas Mangold schon verlängert. Spieler wie Alex Schrode, Dominik Ludwig, Narciso Filho oder Patrick Hanisch hätten noch bis Juni 2020 Vertrag.

„Wir führen sehr viele Einzelgespräche auch mit unseren Leistungsträgern“, betont Rampf. Spieler wie Keeper Julius Lense, Abwehrchef Mathias Wesolowski, Kapitän Sascha Topolovac, Julian Haug oder Simon Dilger wolle man unbedingt halten. Zudem strecke man natürlich auch die Fühler nach neuen Spielern aus. Allerdings müssten die ins Profil der Olympia passen, also sportlich und menschlich eine Verstärkung darstellen und auch aus der Region kommen sowie auch perspektivisch passen. Mit Region meint Rampf den Großraum Ulm, Illertissen, Ehingen und Biberach.

Viele Gespräche stehen an

„Fünf bis sechs neue Spieler werden wir schon brauchen, zumal wir ja noch nicht wissen, wer uns schlussendlich tatsächlich verlässt zum Saisonende.“ Auch aus der aktuellen A-Jugend, die unter Trainer Thomas Lemke auf dem zweiten Platz in der Verbandsstaffel steht, werden immerhin zwölf Spieler herauskommen. „Auch mit den Spielern reden wir und bieten ihnen unser Projekt der Durchlässigkeit Bezirks- und Verbandsliga an“, weiß Rampf aber auch um die Problematik Studium oder Berufsausbildung, die den einen oder anderen jungen Spieler von Laupheim wegzieht. Das weiß auch Hubertus Fundel. Der 50-Jährige verfügt über ein großes Netzwerk und sehr gute Kontakte in der Szene. „Es ist aber kein Selbstläufer, dass Spieler zu uns kommen. Da müssen wir sehr viel Überzeugungsarbeit leisten.“

Knapp zwei Wochen ist der Trainer mit seinem Team in der Vorbereitung auf die Restserie, die mit dem Heimspiel am 2. März gegen Dorfmerkingen beginnt. „Die Spieler haben zu Beginn der Winterpause ein Laufprogramm bekommen, das sie durchziehen mussten. Seit 21. Januar sind wir wieder im Mannschaftstraining, hauptsächlich auf dem Kunstrasen am Grasigen Weg, aber auch in der Halle wird eine wöchentliche Einheit absolviert.“ Fundel ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf, in dem es um Grundlagenausdauer ging. In den verbleibenden knapp vier Wochen stehen dann Taktik und Spielformen auf dem Programm. „Wir wissen, dass es schwer wird, aber wir sind optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.“ Schon das zweite Spiel beim FC Wangen am 9. März könnte da richtungsweisend sein, so Fundel.

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