Noch zwei Siege bis Hamburg

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Der Handballverein Rot-Weiß Laupheim steht im Viertelfinale des deutschen Amateurpokals.
Der Handballverein Rot-Weiß Laupheim steht im Viertelfinale des deutschen Amateurpokals. (Foto: Laura Loewel)
Michael Mader

Der Handballverein Rot-Weiß Laupheim steht im Viertelfinale des deutschen Amateurpokals und empfängt am Sonntag, 4. März, den bayerischen Pokalsieger TSV Friedberg. Die Laupheimer schlugen im Achtelfinale die TSG Dossenheim aus Nordbaden mit 27:21 (18:11).

Nach einem kurzen Abtasten und einer berechtigten Roten Karte für den Dossenheimer Sven Mäckel nach drei Minuten war die Richtung dieser Partie schnell klar: Der HRW wird dieses Spiel vor rund 400 Zuschauern in der heimischen Rottumhalle gewinnen. „Wir waren alle heiß auf diesen Gegner und wollten unbedingt in die nächste Runde“, sagte Kapitän Daniel Amann, der den verletzungsbedingt fehlenden Tim Rodloff vertrat.

Nach elf Minuten hatten die Laupheimer dieses Vorhaben mit einem 7:3-Vorsprung sehr gut begonnen. Aus einer stabilen Abwehr heraus, hinter der ein starker Keeper Fabian Federle auch alle notwendigen Bälle hielt, wurden die erste und zweite Welle meist mit einem Treffer abgeschlossen. Amann gelangen dabei sechs Tore. „Das hat die Mannschaft heute sehr gut gemacht“, analysierte der sportliche Leiter des HRW, Thomas Hafner. Zudem hätte man beim Gegner die lange, ungewohnte Anfahrt und auch das Punktspiel vom Freitagabend in Leutershausen gemerkt. Dossenheim wirkte müde und konnte zunächst kaum Akzente setzen.

Trotz des 2,10 Meter großen Kreisläufers Oliver Komarek konnte sich der Gast in seinem Offensivspiel kaum zeigen – auch nicht aus dem Rückraum. So fielen die Laupheimer Treffer fast zwangsläufig, auch weil Kenan Durakovic sich in einem Lauf spielte und endlich mal wieder überzeugen konnte. Am Ende schlugen sieben Tore zu Buche beim linken Rückraumschützen des HRW. Die zentrale Rolle im Rückraum musste wegen Rodloffs Ausfall einmal mehr Patrick Müller übernehmen – schon allein wegen seiner Präsenz auf dem Parkett. Aber auch Philipp Zodel machte seine Sache gut auf dieser Position. Sergiu Zvanciuc musste die meiste Zeit am Kreis spielen, weil auch beide Kreisläufer Niko Matthes und Yannick Niederbacher ausfielen.

Acht Minuten vor der Pausensirene war die Partie praktisch entschieden, die Rot-Weißen hatten den Vorsprung beim 16:5 zwischenzeitlich auf elf Tore ausgebaut. Zu stark war das Team an diesem Abend für den Gast aus der Heidelberger Vorstadt. „Wir haben bislang im Pokal nicht gut gespielt, das haben wir heute über weite Strecken viel besser gemacht“, fasste HRW-Coach Klaus Hornung zusammen, der nach seiner Ankündigung zum Saisonende aufzuhören, doch auch erleichtert wirkte. „Ich habe mich so entschieden. Ich werde mindestens ein Jahr Pause machen.“

Andere Hausnummer

Zunächst stehen aber noch wichtige Aufgaben an in der Liga und im Pokal. Da geht es jetzt gegen den TSV Friedberg, der den südbadischen Vertreter TuS Ringsheim mit 35:25 abfertigte. „Das wird eine andere Hausnummer, aber träumen darf man ja“, erklärte Daniel Amann, der wie seine Kollegen in Halbzeit zwei einen Gang zurückschaltete und den Vorsprung nur noch verwaltete. „Natürlich verschwendet man nach einem solchen Spiel schon mal einen Gedanken an Hamburg. Aber grundsätzlich denken wir von Spiel zu Spiel. So wie es der Trainer verlangt“, stellte Thomas Hafner klar. Bevor es gegen Friedberg um den Einzug ins Halbfinale des deutschen Amateurpokals geht, wartet in zwei Wochen noch die Partie zu Hause gegen Winzingen-Wißgoldingen im Alltag der Württembergliga auf den HRW.

HRW Laupheim – TSG Dossenheim 27:21 (18:11). HRW: Federle, Biller - Durakovic (7), Anderson (1), Müller (1), Zvanciuc (3), Pancu, Amann (6), Geiß (3), Zodel (2), Pohl (3/2), Nief (1). Z.: 400.

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