Neun Nachwuchsrennfahrer sind unterwegs wie die Profis

Lesedauer: 4 Min

 Die Podestplätze beim Saisonabschlussrennen der Motorsportjugend Sulmetingen belegten (v. l.) Noel Hertwig, Lukas Thiele, Elia
Die Podestplätze beim Saisonabschlussrennen der Motorsportjugend Sulmetingen belegten (v. l.) Noel Hertwig, Lukas Thiele, Elias Werz (jeweils 3.), Timo Moog (1.) und Dominik Heinen (2.). (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der Tag der deutschen Einheit war sowohl zeitlich als auch vom Wetter optimal für ein Motorsportevent in Laupheim. Denn da beendeten die Nachwuchs-Motorsportler des SV Sulmetingen ihre zwar kurze, aber dafür erste Saison. Das Highlight war zum Abschluss ein Gleichmäßigkeitsrennen. Die fairste Art, das Können in unterschiedlichen Altersstufen zu zeigen.

Alles begann Anfang August mit einem Schnuppertag für Kinder und Jugendliche, nachdem die Motorsportabteilung des SV Sulmetingen, dank großzügiger Sponsoren, eigene Karts angeschafft und einen guten Partner gefunden hatte, der sein Grundstück als Trainingsgelände zur Verfügung stellt. Seither trainieren Woche für Woche neun Nachwuchsrennfahrer im Alter zwischen 9 und 14 Jahre ihre Fähigkeiten im Motorsport.

Sicherer Umgang mit dem 6,5-PS-Boliden, die bis zu 70 Stundenkilometer erreichen können, stand im Vordergrund. Daher übten die Kids erst mal den Unterschied zwischen Gas und Bremse, die Kurvenfahrt und vor allem das Stillstehen auf den Punkt genau. Bereits innerhalb weniger Übungsfahrten waren sie auf weitere Einheiten wie richtige Kurvenfahrt, Achterfahren oder Rundkurstraining vorbereitet. Mittlerweile heizen sie um die Kurven wie Profis, das Training hatte die erzielte Wirkung. Um diese Jahreszeit wird es allerdings so früh dunkel, dass ein Training abends nicht mehr möglich ist, und somit beendete die Jugendabteilung die Saison mit einem Gleichmäßigkeitsrennen.

Es geht um sauberes Fahren

Bei einem Gleichmäßigkeitsrennen geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit oder schnellste Rundenzeit. Denn das wäre ansonsten bei diesem Altersunterschied der Teilnehmer nicht gerecht. Es geht um sauberes Fahren und Präzision. Je geringer der Unterschied der einzelnen Runden, umso besser das Ergebnis. Unabhängig von der Rundenzeit. In der Regel fährt man aber am konstantesten, wenn man dauerhaft sein Tempo fährt. Nur so kann man konstante Rundenzeiten fahren. Je sauberer man fährt, umso gleichmäßiger wird das Ergebnis. Die Rennfahrer fuhren 15 Runden, wobei die schnellsten und langsamsten Runden gestrichen und die Differenz zwischen der langsamsten und schnellsten der verbleibenden zehn Runden gewertet wurde. Denn es kommt auch zu Überholmanövern, bei denen man die Konstanz nicht halten kann. Jeder hatte drei Versuche, wovon der Beste zählte.

Somit kam es zu folgendem Ergebnis: Sieger wurde bei zehn gewerteten Runden mit einer Differenz von lediglich 0,5 Sekunden Timo Moog. Zweiter Sieger wurde mit einer Differenz von nur 0,7 Sekunden Dominik Heinen, und dritter Sieger mit 0,9 Sekunden Differenz wurden gleich drei Rennfahrer: Noel Hertwig, Lukas Thiele und Elias Werz.

Eine sehr erfolgreiche Saison geht somit zu Ende. Nun heißt es abwarten, bis im kommenden Frühjahr die Tage wieder länger werden und die Motoren wieder aufheulen können.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen