Narren necken das Publikum

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Ein paar Eindrücke vom Narrensprung der Dürnach-Hexen in Laupheim

Roland Ray

Etwa 2000 Hästräger sind am Sonntag bei trockenem Wetter durch die Lange Straße gezogen. Mehr als 60 Gruppen beteiligten sich am 15. Narrensprung der Dürnach-Hexen.

Das Zebra ist flink, die Dalabudl sind flinker. Im Nu haben sie das Mädchen im Afrika-Tierkostüm „gefangen“ und stecken es in eine Maschine, die für gewöhnlich Christbäume verpackt. Von Kopf bis Fuß eingenetzt, wird die junge Dame unter Gelächter wieder in die freie Wildbahn entlassen.

Die Narren haben am Sonntag manchen Schabernack getrieben, reichlich Konfetti auf den Häuptern der Zuschauer verteilt und Gutsle an die Kinder. Und das Publikum narrte kräftig mit, bejubelte Hexen-Pyramiden und Show-Einlagen der Musikkapellen. Während des 100-minütigen Umzugs herrschten erträgliche Temperaturen, sogar ein Sonnenstrahl kitzelte hie und da die Nasen.

Im Minutentakt ergossen sich die Hästräger aus der Hasenstraße auf den oberen Marktplatz; von dort ging es die Lange Straße vor bis zum Herrenmahd. „Wir haben einen traumhaften Umzug erlebt“, schwärmte hernach Klaus Braig, 2. Vorsitzender der gastgebenden Dürnach-Hexen. „Zuschauer und Teilnehmer waren voll des Lobes.“ Auch dass einige Zünfte kurzfristig abgesagt hatten – die kurze Fasnet 2018 steigert den Termindruck –, schmälerte die Freude nicht.

Einmal mehr bewährt hat sich, die Umzugsstrecke kurz zu halten. 1000 Meter hüpfte und tanzte der närrische Lindwurm, es gab keine Lücken und die Zuschauer wurden nicht auseinander gezogen.

In der Herrenmahdhalle und im Partyzelt ging’s nach dem Narrensprung rund; die Dürnach-Hexen präsentierten sich als familienfreundliche Zunft mit Angeboten für alle Altersgruppen.

Ausgelassene Stimmung hatte schon am Morgen beim Zunftmeisterempfang geherrscht. Wie im Vorjahr sammelten die Dürnach-Hexen Spenden für einen guten Zweck. Und sie streckten die Fühler zu den anderen vier Laupheimer Zünften aus. „Es wäre schön“, sagt Klaus Braig, „wenn wir zu einer gemeinsamen Veranstaltung zusammenfinden könnten.“

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