Nachhaken will die OL auch künftig

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Roland Ray

26 Sitze sind bei der Kommunalwahl am 25. Mai für den Laupheimer Gemeinderat zu vergeben. Mit Hochdruck arbeiten die Fraktionen daran, ihre Kandidatenlisten zu vervollständigen. Wer bewirbt sich erstmals, wer erneut und wer nicht mehr? Die SZ hat sich umgehört. Heute: die Offene Liste.

Mindestens einen Coup hat die Offene Liste für Laupheim im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 bereits gelandet: Raphael Mangold, Facharzt für Frauenheilkunde und vor fünf Jahren Stimmenfänger für die CDU, ist herübergewechselt (die Schwäbische Zeitung berichtete).

Sie habe noch selten „so viel Liebesmüh’ in einen Mann investiert“, scherzt Anja Reinalter, die bisher gemeinsam mit Iris Godel-Ruepp und Karin Schäfer die OL-Fraktion bildet. „Wir setzen uns kritisch mit allen Themen auseinander und geben uns mit Teilwahrheiten nicht zufrieden“, sagt Reinalter, und auch Raphael Mangold pflege den Dingen auf den Grund zu gehen.

Von einer schwierigen Kandidatensuche berichtet die Fraktionsvorsitzende: „Wir haben mit Vielen gesprochen, die wir uns gut im Gemeinderat vorstellen können, jedoch häufig ohne Erfolg.“ Vor allem der Zeitaufwand, den ein Ratsmandat erfordert, sei der Grund für Absagen gewesen, „und manche Absagen haben richtig weh getan“.

Gleichwohl habe die OL jetzt eine „gute Liste“ beisammen; „wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Anja Reinalter. Die OL setzt bei der Gemeinderatswahl vor allem auf die Kernstadt, ist aber auch in Baustetten und Obersulmetingen vertreten. Am Donnerstag ist Nominierungsversammlung im „Gartenheim“. Unter den Bewerbern sind Patrick Reischmann vom „Move Club“, Sven Rust vom Dachdeckerunternehmen, Holger Schlaich, der Lehrer Andreas Posch, Chris Wiech und der Abiturient Philipp Bodenstein. Dorothee Fischer strebt laut Reinalter zwar im Ortschaftsrat Obersulmetingen einen Sitz für die CDU an, im Laupheimer Gemeinderat aber für die Offene Liste.

„Wir alle wünschen uns einen fairen Wahlkampf“, betont Anja Reinalter, die ebenso wie Karin Schäfer und Iris Godel-Ruepp als Stadträtin weitermachen möchte. Alle drei überlegen noch, außerdem im Wahlkreis Laupheim-Stadt auf der Liste „Frauen in den Kreistag“ zu kandidieren – „weil wir hinter dem Gedanken stehen, dass es sinnvoll ist, wenn mehr Frauen in den Biberacher Kreistag einziehen“, sagt Reinalter.

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