Nachbarschaftshilfe in Laupheim: Internetseite soll Vermittlung erleichtern

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 Koordinationsfähigkeiten sind gefragt: Angebote und Nachfragen im Rahmen der Schülerinitiative werden nach Stadtgebiet und Orts
Koordinationsfähigkeiten sind gefragt: Angebote und Nachfragen im Rahmen der Schülerinitiative werden nach Stadtgebiet und Ortschaften koordiniert – dadurch sollen lange Wege vermieden werden. (Foto: privat)
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Anfragen und weitere Information unter Telefon 0176/ 26387778 oder auf der Internetseite www.laupheimhilft.de

Eine Gruppe Laupheimer Schüler hat infolge der aktuellen Entwicklungen der Covid-19-Pandemie am Mittwoch eine Nachbarschaftshilfe gegründet – die SZ berichtete. Zwei Laupheimer verstärken nun das Team mit ihren Einfällen. Seit Donnerstag gibt es zum Telefonservice eine entsprechende Seite im Internet, auf der Hilfe angeboten und nachgefragt werden kann. Dort sollen die Hilfsangebote für Laupheim und Umgebung koordiniert werden.

„Mein Kumpel Christian Müller hat mich auf die Idee mit der Webseite gebracht“, sagt der Laupheimer Moritz Hamberger, der „Digitale Medien“ an der Hochschule Ulm studiert hat. „Ich war von der Idee der Nachbarschaftshilfe begeistert und habe mich gleich an die Arbeit gemacht.“

Während der Ausarbeitung der Internetseite sei Müller durch einen Bericht auf die Aktion der Laupheimer Schüler aufmerksam geworden. „Daraufhin haben wir uns mit den Schülern zusammengetan“, sagt Hamberger. Das erklärte Ziel: den Kontakt zwischen Helfern und Hilfebedürftigen zu erleichtern und zu koordinieren.

Auch Hunde ausführen ist im Angebot

Seit Donnerstag ist die Homepage im Internet abrufbar. Außer der Beschaffung von Lebensmitteln und dem Gang zur Apotheke und zu Behörden gibt es nun zusätzlich die Kategorien „Hund ausführen“ und „Erntehelfer“. Außerdem ein weiteres Feld für sonstige Anliegen, die erläutert werden können.

Die Arbeiten an der Seite dauern allerdings an, ein weiteres Angebot soll noch folgen: „Wir würden die Plattform noch um einen Essenslieferservice erweitern.“ Die Idee: Bequem von zu Hause bestellen, die Anfragen werden dann an das entsprechende lokale Gastronomieunternehmen weitergeleitet. „Die freiwilligen Helfer liefern das Essen aus“, sagt Hamberger.

Wie die Webseite funktioniert

„Da die meisten älteren Menschen nicht so internetaffin sind, können die Anliegen nach wie vor über das Telefon besprochen werden“, erklärt Hamberger das Konzept. Die Schüler können so die Hilfsgesuche weiterleiten, und die Gruppe füllt für die Hilfebedürftigen stellvertretend ein Formular mit den privaten Daten aus: „Die Angaben werden nur einem eingeschränkten Benutzerkreis zugänglich.“ Die Eingabe der Angebote und Nachfragen könne aber auch über die Webseite erfolgen.

Die gesammelten Daten landen automatisch auf dem Computer von Hamberger. Dann beginnt im Hintergrund die Planung – da von Helfern und Hilfebedürftigen angegeben wird, welche Leistung sie erbringen oder empfangen möchten und wo sie wohnen, wird darauf geachtet, dass Personen aus den gleichen Stadtteilen und umliegenden Ortschaften zusammenkommen. „Dadurch sollen auch die Kontakte so gering wie möglich gehalten werden“, erklärt Cora Warken, Initiatorin der Schüler-Nachbarschaftshilfe.

Auf der Website finden sich außerdem nützliche Informationen für die Menschen, die ihre Hilfe anbieten wollen. „Die Helfer könne sich informieren, wie sie sich richtig verhalten“, sagt Hamberger. Denn: Wer seine Hilfe anbietet, der muss wichtige Regeln beachten, um nicht selbst zum Überträger der Krankheit zu werden.

Anfragen und weitere Information unter Telefon 0176/ 26387778 oder auf der Internetseite www.laupheimhilft.de

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