Nach Terroranschlag in Halle: Kirchen und Stadt Laupheim wollen Zeichen gegen Antisemitismus setzen

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 Am Eingang zum jüdischen Friedhof in Laupheim ist das Gedenken geplant.
Am Eingang zum jüdischen Friedhof in Laupheim ist das Gedenken geplant. (Foto: Roland Ray)
Schwäbische Zeitung

Die christlichen Kirchen in Laupheim und die Stadt wollen nach dem Attentat am Mittwoch auf die Synagoge in Halle ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und Hass. Sie laden ein zu einem Gedenken am Sonntag, 13. Oktober, auf dem Ernst-Schäll-Platz, vor dem Eingang zum jüdischen Friedhof. Beginn ist um 12.30 Uhr.

Der Täter von Halle, ein mutmaßlicher Rechtsextremist, der vor der Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen hat, wollte nach Einschätzung der Ermittler ein Massaker in der Synagoge anrichten; dort war die jüdische Gemeinde zur Feier des Jom Kippur versammelt. Neben den tödlichen Schüssen sei gerade auch diese Absicht zu beklagen, heißt es in einer Erklärung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Laupheim (ACK) und der Stadt.

In Laupheim seien mit Blick auf den Antisemitismus die geschichtlichen Ereignisse und die daraus resultierende Verantwortung besonders präsent. Nicht zuletzt die Schalom-Tage und das jährliche Gedenken am 9. November zeugten davon.

Bei dem Gedenken am Sonntag spricht für die Stadt Laupheim Michael Niemetz, Leiter des Museums zur Geschichte von Christen und Juden. Auch Vertreter der Kirchen ergreifen das Wort.

Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft für Geschichte und Gedenken mitgetragen. Nach den Redebeiträgen werden Kerzen entzündet und es gibt eine Schweigeminute.

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