Musikalische Reise durch Europa

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Die Saitenklinger haben im Schlosscafé gespielt.
Die Saitenklinger haben im Schlosscafé gespielt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Laupheim (sz) - Die Gruppe Saitenklinger hat im voll besetzten Laupheimer Schlosscafé ein Konzert gegeben.

Nachdem die sieben Musiker anfangs noch etwas angespannt wirkten, gab sich das rasch. Schon als die Erläuterung zu den ersten beiden Stücken verklang, war zu spüren, wie sich die Musikanten frei spielten und das Publikum in sehr kurzweiliger Art auf eine musikalische Reise quer durch ganz Europa mitnahmen. Wobei auch Israel, das durch die regelmäßigen Teilnahmen am „European Song Contest“ wohl zu Europa zu gehören scheint, nicht ausgenommen wurde, wie die Moderatorin Ulrike Haase aus Ulm augenzwinkernd bekannt gab. Das Publikum im voll besetzten Schlosscafé ging sofort mit auf die Reise und quittierte jedes der vorgetragenen Stücke mit begeistertem Applaus.

Seltene Tanzmelodien

Die Saitenklinger trugen selten gehörte Tanzmelodien und -lieder virtuos vor und das Publikum merkte, dass der Band diese Art Musik sehr nahe geht. Ob es nun „Daronee“ war – ein Tanz aus Armenien, bei dem es sich um den Verlust der Heimat und der Lieben während den Jahren der Vertreibung und den Massakern an den Armeniern im anatolischen Gebiet Daron handelt – oder aber bei „Nemoj Kate“ aus Kroatien, bei dem es sich um nicht ganz ernst gemeinte Ratschläge an die „Liebste Kate“ dreht, immer konnten sich die Musikanten in das Stück einfühlen und dies dem gespannt lauschenden Publikum nahe bringen. Bemerkenswert war dabei auch die Vielsprachigkeit der Lieder, die phonetisch richtig vorgetragen wurden.

Nach zwei ausdrucksvollen Programm-Blöcken ging ein sehr bewegender Abend vorüber. Die Künstler durften erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen.

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