„Musikalisch gewürzt mit einer Prise Swing“

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 Die Gewinner des Lotto Musiktheaterpreises in Stuttgart im Theaterhaus.
Die Gewinner des Lotto Musiktheaterpreises in Stuttgart im Theaterhaus. (Foto: Franziska Kraufmann)
Schwäbische Zeitung

Prämiert wurden „mitreißendes Engagement und Können“: Im Theaterhaus Stuttgart sind am Sonntag die Gewinner des Lotto-Musiktheaterpreises bekanntgegeben worden – und auf Platz drei landete die Koproduktion der Musikschule Gregorianum mit dem Carl-Laemmle-Gymnasiums Laupheim für die Inszenierung des Musicals „Makin' Hollywood“. Auf dem ersten Rang landete das Reutlinger HAP Grieshaber Gymnasium. Der Lotto- Geschäftsführer Georg Wacker, Friedrich-Koh Dolge vom Landesverband der Musikschulen und Kultus-Staatssekretär Volker Schebesta übergaben die Auszeichnungen. Der Preis ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert, für das Laupheimer Ensemble sprang ein Preisgeld von 2000 Euro heraus.

Einen der mit 1000 Euro dotierten Sonderpreise sicherten sich die Musikschule der Stadt Ehingen (Donau) und ihre Kooperationspartner sowie der Schulverbund Munderkingen (Alb-Donau-Kreis). Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker erläuterte im Bühnengespräch: „Mit dem Musiktheaterpreis möchten wir die engagierten Musikpädagogen bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Die jetzt prämierten Schulen haben sich wieder mit viel mitreißendem Engagement und Können präsentiert. Wir sind sehr stolz auf die Ergebnisse. Damit wird nicht nur die Kreativität gefördert, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen gestärkt.“

Bei „Makin' Hollywood – das Carl-Laemmle-Musical“ aus Laup-heim hatte zuvor Laudator Hans-Martin Werner als Vertreter des Kultusministeriums „eine durchdachte Regiekonzeption“ gelobt, die „punktgenau aufging“. Vor und hinter der Bühne sei echte Teamarbeit zu erkennen daran, dass an allem, gerade auch an den kleinsten Rollen, mit großer Ernsthaftigkeit und Liebe zum Detail gearbeitet worden sei.

Ergebnis war eine äußerst bunte Produktion, die allen Facetten des Musiktheaters gleichermaßen gerecht wurde, musikalisch gewürzt mit einer ordentlichen Prise Swing und mit farbenreichem, differenziertem Gesang in Chor und Ensembles, getragen von einer zurückhaltend, aber stets sehr geschmackvoll agierenden musikalischen Leitung. Besonders beeindruckt habe auch die „konsequent durchgehaltene Spannung, Wachheit und Beteiligung“. Dazu der schnelle Wechsel von Komik und Melancholie. „Eine Produktion, die zeigte, welcher Glamourfaktor in schwäbischer Bodenständigkeit schlummert.“

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