Mehr Platz, aber weniger Räder

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83 Fahrräder und einiges an Zubhör gab es auf dem Hof der Wielandschule zu kaufen.
83 Fahrräder und einiges an Zubhör gab es auf dem Hof der Wielandschule zu kaufen. (Foto: Reiner Schick)

Zum ersten Mal haben die Hobbyradler des FV Olympia Laupheim am vergangenen Samstag ihren jährlichen Fahrradflohmarkt nicht auf dem Feyzinplatz beim Rathaus, sondern auf dem Hof der Wielandschule veranstaltet. Das hatte organisatorische Vorteile – aber auch Nachteile. Angebot und Nachfrage waren geringer als in den vergangenen Jahren.

83 Fahrräder, vom Laufrad bis zum Mountainbike in einer Preisspanne von 10 bis 800 Euro, waren heuer im Angebot. „Letztes Jahr waren es fast 200 Räder“, sagte Manfred Hartmann, Tourenleiter der Hobbyradler und Hauptverantwortlicher für den Fahrradmarkt. Und auch die Zahl der Besucher – dieses Jahr dürften es etwa 150 gewesen sein – war zuletzt höher. Als mögliche Gründe für den Rückgang nennt Hartmann die eher winterlichen statt frühlingshaften Temperaturen und den Standortwechsel. „Es ist zu kalt. Wer geht bei so einem Wetter schon ein Fahrrad kaufen oder bringt es zum Verkauf vorbei?“, meint er. Außerdem sei der neue Standort zum einen noch nicht so bekannt und zum anderen auch nicht so zentral wie der alte. Am Feyzin-Platz, direkt gegenüber dem Rathaus und dem Marktplatz, stach der Fahrradflohmarkt so ziemlich jedem, der am Samstagvormittag in der Stadt unterwegs war, ins Auge. „Mancher war beim Einkaufen auf dem Markt oder ist mit dem Auto vorbeigefahren, und da fiel ihm ein, dass er ja noch nach einem Fahrrad schauen wollte oder eines zu Hause zum Verkaufen rumstehen hat“, glaubt Hartmann.

Allerdings gab es triftige Gründe für den Umzug. „Es war einfach zu eng am Feyzin-Platz. Da konnten wir den Verkaufsbereich gar nicht richtig absperren.“ Und das ist wichtig, um zu verhindern, dass jemand unbemerkt mit einem Fahrrad verschwindet. Darüber hinaus gibt es am neuen Standort, auf dem Hof der Wielandschule, ausreichend Platz zum Probefahren.

Den nutzten die Besucher, die zum Teil schon 30 Minuten vor dem offiziellen Verkaufstermin kamen, denn auch gerne aus. Insgesamt 17 Mitglieder der Olympia-Hobbyradler kümmerten sich darum, dass auf dem Markt alles reibungslos lief – von der Absperrung, dem Ein- und Auslass über die Beratung bis zum Verkauf. „Jeder hatte gut zu tun“, erzählt Manfred Hartmann.

Neben sichtlich gebrauchten Rädern gab’s auch sehr gepflegte und fast neuwertige, so dass mancher Interessent ein echtes Schnäppchen machen konnte. Auch Zubehör, wie Fahrradanhänger oder -träger fürs Auto, waren im Angebot. Pro Verkäufer erhielten die Hobbyradler fünf Euro Grundgebühr plus eine kleine Beteiligung am Verkaufserlös. Da etwa die Hälfte der Räder einen neuen Besitzer gefunden hat, dürfte sich der Aufwand für den Veranstalter durchaus gelohnt haben.

Auch Flüchtlingshilfe profitiert

Was nicht verkauft und von den Eigentümern auch nicht mehr abgeholt wurde, ging übrigens als Spende an die Laupheimer Flüchtlingshilfe. So profitierten am Ende viele vom Laupheimer Fahrradflohmarkt: Verkäuder, Käufer, die Olympia-Hobbyradler und Bedürftige.

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