Mehr Einwohner bringen neue Herausforderungen

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 Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind (l.) überreichte als Willkommensgeschenk ein Buch über Carl Laemmle. Noch auf dem Bild: D
Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind (l.) überreichte als Willkommensgeschenk ein Buch über Carl Laemmle. Noch auf dem Bild: Dr. Anja Reinalter, Christian Kühn, Bela Mutschler (v.l.). (Foto: Beine/Stadt)
Schwäbische Zeitung

Laupheim (sz) – Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Kühn am Donnerstag erstmals Laupheim und erklärte im Gespräch mit der SZ, wie Wohnungsbau in Städten besser funktioniere (die SZ berichtete). Er schaute auch bei der Stadtverwaltung vorbei.

Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind begrüßte den Mandatsträger und Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Grünen-Bundestagsfraktion in Begleitung von Anja Reinalter und Bela Mutschler, wie die Stadt in einer Pressemitteilung verlauten lässt. Es sei ein informatives Sommergespräch gewesen.

Anlässlich des erstmaligen Besuches des Abgeordneten stellte die Vertreterin von OB Gerold Rechle die Große Kreisstadt Laupheim umfassend vor. „Wir sind zugleich glücklich und stolz, 2016 zur Großen Kreisstadt ernannt worden zu sein – ebenso auch über den freudigen Anlass, im Jahr 2019 das 150-jährige Jubiläum zur Stadterhebung feiern zu dürfen“, betonte die erste Bürgermeisterin. Der Anstieg der Einwohnerzahl auf mehr als 22 300 und die rund 13 000 Arbeitsplätze in der Stadt hätten zahlreiche, erfreuliche Auswirkungen. Das führe jedoch auch zu neuen Herausforderungen, vor allem im Bereich der kommunalen Verkehrs-, Bau- und Wohnungspolitik. Diesen Aufgaben wolle sich die Stadt stellen.

Mit der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes 2035 werde schon heute an den Voraussetzungen für morgen gearbeitet. „Wir machen den Flächennutzungsplan fit für die Zukunft“, bringt es Eva-Britta Wind auf den Punkt. Wesentliche Fragestellungen seien hierbei, wo sich die Stadt in der Wohn- und Gewerbebebauung hin entwickeln wolle.

„Der soziale Wohnungsbau wurde bundespolitisch lange Jahre vernachlässigt. Doch wenigstens hat man sich in den vergangenen Jahren diesem Thema wieder politisch angenähert – sowohl auf bundes- wie auch auf landes- oder kommunalpolitischer Ebene“, stellte der Bundestagsabgeordnete fest. Als Schlüssel für bezahlbaren Wohnraum in der Stadt erachte es Christian Kühn für sinnvoll, dass die Kommunen offensiv das Instrument der Kommunalen Wohnbaugesellschaft nutzt. „Wohnen kann grundsätzlich unter die öffentliche Daseinsberechtigung gefasst werden.“

Daran orientiere sich die Laupheimer Stadtverwaltung bereits, berichtete Eva-Britta Wind, weshalb noch in diesem Jahr mit dem neuen Gemeinderat ein Konzept für eine städtische Wohnbau- beziehungsweise Mietwohnungsbauoffensive beraten werden solle. Ferner habe die Stadt bereits mit der Konzeptvergabe Fichtenweg beim sozialen Wohnungsbau einen vielversprechenden Weg eingeschlagen.

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