Massimo Calabro übernimmt die Gaststätte „Zum Hasen“

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„Gesprächsstoff“ auch für die Marktfrauen am Brunnen: Zum Jahreswechsel übernimmt Massimo Calabro die Gaststätte „Zum Hasen“.
„Gesprächsstoff“ auch für die Marktfrauen am Brunnen: Zum Jahreswechsel übernimmt Massimo Calabro die Gaststätte „Zum Hasen“. (Foto: Roland Ray)
Redaktionsleiter

Pächterwechsel in der Gaststätte „Zum Hasen“: Wolfgang Wieland gibt das Traditionslokal am oberen Marktplatz Ende Dezember ab. Sein Nachfolger ist Massimiliano Calabro, langjähriger Mitarbeiter im „Ristorante Amalfi“.

Wie berichtet, hat der „Hasen“ seit Juni einen neuen Eigentümer. Die Familie Striebel („Putz und Farbe“) erwarb die Gaststätte, einschließlich zweier Mietwohnungen im Gebäude, von der Firma Dünkel aus Schemmerhofen, und übernahm damit verbunden auch den bis Ende 2018 befristeten Pachtvertrag mit Wolfgang Wieland.

Man wolle nichts überstürzen und mit Wieland sprechen, wie es weitergehen könnte, sagte Claus Striebel im Mai der „Schwäbischen Zeitung“. Das Bestreben müsse freilich schon sein, wieder zu längeren Öffnungszeiten zu kommen.

„Ich hätte gern weitergemacht“, sagt Wieland. Dass es anders kommt, bedauere er. Mehrere Faktoren hätten den Ausschlag gegeben, nicht zuletzt der Umstand, dass es unheimlich schwierig geworden sei, Personal zu finden. Wegen der dünnen Personaldecke ist die Gaststätte montags bis freitags nur abends (ab 17 Uhr) und bei Veranstaltungen am Samstag geöffnet. Wieland arbeitet als Teilzeit-Gastronom und ist auch anderweitig berufstätig.

Bis Ende Dezember soll es bei diesen Öffnungzeiten bleiben, ab Mitte/Ende Oktober möchte Wieland seine Gäste zudem auch wieder am Sonntagabend bewirten. Künftig würde ihm ein Job in einer Restaurantküche Spaß machen. Der „Hasen“ liege ihm am Herzen, sagt er, und mit Blick auf den Nachfolger dort: „Ich hoffe, es wird gut für ihn“.

Der Neue ist in der hiesigen Gastronomieszene wohlbekannt. Massimiliano Calabro, von allen nur Massimo genannt, wuchs in der Kleinstadt Sparanise auf, 40 Kilometer nordwestlich von Neapel. 1989 kam er nach Ulm, machte sich selbstständig mit einem Schnellimbiss, führte später sein eigenes Restaurant in Gögglingen und betrieb einen italienischen Party-Service. Dann kehrte er für eine Weile nach Italien zurück. Seit 2008 arbeitet er im „Amalfi“.

Den Wunsch, wieder ein eigenes Restaurant zu führen, hege er schon länger, sagt der 46-Jährige. Jetzt biete sich die Chance dazu. „Der ,Hasen’ hat sehr viel Potenzial“, sagt der künftige Pächter. Er möchte kein Pizza- Lokal daraus machen, gleichwohl mediterrane Kost anbieten, unter der Woche einen Mittagstisch, abends à la carte, mit wechselnden Menüs. Momentan sei er dabei, ein Team zusammenzustellen, sagt Calabro.

Pächterwechsel soll zum 1. Januar 2019 sein. „Wir wollen im Januar und in den Februar hinein renovieren, in der Küche einiges erneuern und den Gastraum in Teilen neu gestalten“, sagt Christian Striebel. Voraussichtlich am 1. März, womöglich auch schon etwas früher, könne Massimo Calabro dann starten.

Die frühere Weinstube „Zum Hasen“, 1648 erbaut, war 2002 aus städtischem Besitz an die Familie Dünkel veräußert worden; sie sanierte das seinerzeit marode Haus. Die Familie Striebel besitzt in Laupheim mehrere historische Liegenschaften mit gastronomischem Einschlag: den „Rothen Ochsen“, das „Hermes“ und das Haus Mittelstraße 30, seit 15 Jahren im Erdgeschoss Heimstatt für das Café „Milch & Zucker“.

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