Lisa Schiedt schafft die „Traumnote“ 1,0

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Besonderen Grund zum Strahlen hatten die mit Preisen und Belobigungen ausgezeichneten Abiturienten: (von links) Lisa Schiedt, E
Besonderen Grund zum Strahlen hatten die mit Preisen und Belobigungen ausgezeichneten Abiturienten: (von links) Lisa Schiedt, Ellen Locherer, Jana Maier, Laura Strahl, Johannes Mokosch, Flora Voglic, Alexander Rothmaier, Meike Gugumus, Christiane Huynh, (Foto: Angelika Gretzinger)
Angelika Gretzinger

In Anlehnung an James Bond haben die 66 Abiturientinnen und Abiturienten des Laupheimer Carl-Laemmle-Gymnasiums das Motto „Abi Royale – Abgang mit Stil“ für ihre Abi-Gala am Donnerstagabend im Kulturhaus gewählt. 13 Mal durfte die Schulleiterin Petra Braun Preise und Belobigungen verteilen. Die „Traumnote“ 1,0 erhielt Lisa Schiedt. Als beste Schülerin des Abiturjahrgangs 2018 am CLG erhielt sie den Dr. Hertha Einstein-Nathorff-Preis. Der Gesamtnotendurchschnitt beträgt 2,4.

„Das war saugeil“, entfuhr es Christian Biffar vom Lions Club Laupheim während seiner Ansprache zur Preisverleihung in den Fremdsprachen. Gemeint war das Intro, mit dem die Abi-Gala begonnen hatte. Wahrlich „hollywoodreif“ präsentierten die Abiturienten, ganz wie in den James-Bond-Filmen, die Befreiung ihrer Schulleiterin Petra Braun aus den Händen von Entführern. Agent 08/15 leistete gute Dienste, nur leider nahm das Schulhaus doch ein wenig Schaden, allerdings nur im eingespielten Filmbeitrag und nicht in Wirklichkeit.

„Ein Glück, dass die Schulhaus-sanierung erst nächste Woche beginnt“, scherzte Petra Braun daraufhin in ihrer Ansprache. In dieser lobte sie den Abiturjahrgang 2018 als einen Jahrgang, der große Spuren in der Schulgemeinschaft hinterlassen habe. So war es nicht wunderlich, dass am Ende der offiziellen Feierlichkeiten zahlreiche Schülerinnen und Schüler für ihr Mitwirken in der Schülermitverwaltung und in den Musik- und Theaterarbeitsgemeinschaften gewürdigt wurden.

Für ihr weiteres Leben gab Petra Braun den Abgängern viele Ratschläge mit. „Es gibt keine 08/15-Lösungen“, sagte sie in Anspielung auf den Film-Agenten. Auch eine Navigationsapp fürs Leben, wie sie die Schüler in ihrer Abizeitung abgedruckt haben, gebe es nicht. „Das Leben ist viel mehr, man muss es erleben.“ Gerade in der heutigen Welt sei ein ständiger Lernprozess notwendig.

„Allgemeinbildung ist nicht, die Steuererklärung ausfüllen zu können, sondern das Lesen zwischen den Zeilen und die Fähigkeit, die richtigen Fragen an die richtigen Personen zur richtigen Zeit zu stellen“, betonte Braun. „Seid der Kapitän eures Lebens, ganz ohne Navigationsapp. Schreibt eure Geschichte mit euren eigenen Hauptdarstellern“, mit diesen Worten wünschte die Schulleiterin ihren Abiturienten alles Gute für die Zukunft.

Viele haben schon ganz konkrete Pläne für ihr Leben nach dem Carl-Laemmle-Gymnasium. Lisa Schiedt zum Beispiel möchte mit ihrem Abschluss von 1,0 Medizin studieren. „Vor Ihnen steht die zukünftige Elite Deutschlands, wobei ich mir bei dem ein oder anderen nicht sicher bin“, scherzte Tom Kuhn als Sprecher der Abiturienten in seiner Ansprache.

Wie bei James Bond spielt auch bei den diesjährigen Abgängern die Technik eine große Rolle, und so bedankte sich Tom Kuhn mit einem Augenzwinkern beim Internet, das immer für alle Fragen ein „offenes Ohr“ gehabt hätte und schnell bei Problemen rund ums Thema Hausaufgaben weiterhelfen konnte.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends erfreute ein Buffet die Gäste. Danach ging es weiter mit einem bunten Programm, gestaltet von den Abiturienten.

Preise und Belobigungen

Über Preise und Belobigungen durften sich folgende Schülerinnen und Schüler freuen:

Den Dr. Hertha Einstein-Nathorff-Preis als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,0 erhielt Lisa Schiedt.

Weitere Preise für einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,4 gingen an Lisa Schiedt, Ellen Locherer, Jana Maier, Laura Strahl, Johannes Mokosch und Flora Voglic. Über eine Belobigung (mit einer Durchschnittsnote von 1,5 bis 1,8) durften sich Alexander Rothmaier, Celine Scheffold, Meike Gugumus, Marilen Wieland, Tom Kuhn, Christiane Huynh und Emma Gehring freuen.

Der Preis des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Laupheim für die beste Leistung in den Fächern Geschichte und Gemeinschaftskunde ging an Simon Hofer. Die Preise im Bereich Wirtschaft erhielten Tom Kuhn (Südwestmetall) und Lisa Schiedt (Verein für Sozialpolitik). Mit dem Kunstpreis der Agnes & Alex-Wetzel-Stiftung wurde Christopher Juszczak ausgezeichnet.

Der Scheffel-Preis für herausragende Leistungen im Fach Deutsch wurde Jana Maier zuerkannt. Die vom Lions Club Laupheim ausgelobten Fremdsprachenpreise bekamen Vanessa Kotelnikov (Englisch), Christiane Huynh und Laura Strahl (beide Französisch) sowie Ellen Locherer (Spanisch).

In den Naturwissenschaften ging der Rentschler-Preis an Flora Voglic, der Preis der IHK an Marcel Schick. Flora Voglic durfte sich zudem zusammen mit Johannes Mokosch über den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft freuen. Mokosch erhielt wiederum zusätzlich noch den Ferry-Porsche-Preis und zusammen mit Lisa Schiedt den Preis für herausragende Leistungen im Fach Mathematik.

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