Laupheimer Sternsinger sammeln fast 35 000 Euro

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Die Sternsinger gestalteten am Dreikönigstag den Gottesdienst in der Marienkirche.
Die Sternsinger gestalteten am Dreikönigstag den Gottesdienst in der Marienkirche. (Foto: Angelika Gretzinger)
Schwäbische Zeitung
Angelika Gretzinger

Mehr als 34 000 Euro haben die 133 Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde Sankt Petrus und Paulus Laupheim in den vergangenen Tagen gesammelt. Diese stolze Summe konnte beim Neujahrsempfang am Dreikönigstag verkündet werden.

Den aktuellen Spendenstand von 34 840,05 Euro gab Albert Diesch in seiner Funktion als 2. Vorsitzender des Kirchengemeinderats bekannt. „Mit Laupheims Bevölkerung wachsen die Zahl der Sternsinger und die gesammelte Spendensumme“, freuten er und Pfarrer Alexander Hermann sich über die neue Bestmarke.

Seit 70 Jahren sind die Sternsinger nun bereits in Laupheim unterwegs. „Vielleicht gibt es den einen oder anderen Großelternteil hier im Saal, der auch schon Sternsinger war“, spekulierte Diesch zu Beginn seiner Ansprache. Auch in diesem Jahr sei es bei der Sternsingeraktion wieder darum gegangen, die Ungleichheit auf der Welt ein wenig zu verringern.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Diesch an die Feierlichkeiten zum Jubiläum 500 Jahre Reformation. Viele Begegnungen mit den christlichen Gemeinden hätten stattgefunden, „eine Intensivierung des theologischen Denkens ist erfolgt“. Unvergesslich seien die fünf Abende des Fastenseminars, die sich ebenfalls um Luther und die Reformation drehten.

Als Kirche am Ort sei die Gemeinde an vielen Orten aktiv, wie zum Beispiel in Schulen, dem Hospital, beim Martinustisch oder beim Bazar, sagte Diesch. Als offene Kirche mache sie die Türen auf. 30 Jahre Familienkreis konnten in diesem Jahr gefeiert werden. Als Kirche der Nähe müsse sie erreichbar und sichtbar sein, nicht nur geografisch. Für all dies spiele auch das Gemeindehaus eine zentrale Rolle, als Ort für Feiern und Begegnungen. Doch auch wenn der Kirchengemeinderat bereits den Grundsatzbeschluss gefasst habe, so sei doch frühestens im Jahr 2019 mit dem Beginn der Sanierung zu rechnen.

Pfarrer Alexander Hermann sprach der Gemeinde anschließend „Mut zum Frieden“ zu. „Auch wir haben noch Kriegsängste. Da wird von ,Roten Knöpfen’ gesprochen“, fasste er die Sorgen vieler Menschen angesichts der prekären Sicherheitslage in der Welt zusammen. Seit nunmehr 70 Jahren brächten die Sternsinger ein wenig „Mut zum Frieden“ mit.

Den Glocken lauschen

Mit Blick auf das Jahr 2018 als Jahr des europäischen Kulturerbes erinnerte Hermann an die Bedeutung von Kirchenglocken. „Schon im 15. Jahrhundert hat eine Glocke von Sankt Peter und Paul warnend den Baltringer Haufen angekündigt, noch heute erklingt diese Glocke. Sie ist wahrscheinlich das älteste Zeugnis der Stadtgeschichte“, meinte der Stadtpfarrer. Abschließend rief er dazu auf, Laupheims Glockenlandschaft zu lauschen und ihre Botschaft wahrzunehmen: „Glocken rufen und suchen Frieden. Sie tragen unseren Ruf in den Himmel zu Gott.“

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