Laupheimer Jugendliche demonstrieren im Dauerregen

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Es war „Fridays for Future“, und auch anhaltender Regen hat Laupheimer Schülerinnen und Schüler nicht daran gehindert, sich zum zweiten Mal auf dem Marktplatz zu versammeln, um für bessere Maßnahmen gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche waren dem Aufruf aus der Schülerschaft des Carl-Laemmle-Gymnasiums gefolgt und erschienen mit zahlreichen Protestschildern vor dem Rathaus – wo auch eine kleine Schar Erwachsener lauschte, was die jungen Leute zu sagen hatten.

Ein schneller Kohleausstieg, eine Energiewende nicht irgendwann sondern in näherer Zukunft: Einmal mehr mahnten gleich mehrere Jugendliche in Ansprachen, den hehren Worten zur Klimarettung auch tatsächlich Taten folgen zu lassen – anders als bislang. So sei das Kyoto-Protokoll „ohne große Auswirkungen“ geblieben, kritisierte Rebecca Hofmann. „Und auch das Pariser Abkommen war ein netter Versuch, an dem wir aber bisher kläglich gescheitert sind“. Sie warnte davor, weiter zuzuschauen, „wie die Politik die Welt gegen die Wand fährt.“

Auch der Schüler Dominik Kyas mahnte seine Altersgenossen, zu demonstrieren, um wahrgenommen zu werden und „mit den Politikern zusammen eine Lösung“ zu finden. Einziger Vertreter der Politik war der Ulmer Grüne Marcel Emmerich, der mahnte, den jugendlichen Protest ernst zu nehmen. So wie der deutsche Astronaut Alexander Gerster es tut, dessen mittlerweile berühmte Ansprache aus dem All von Liv Reinalter verlesen wurde. Der Weg zum Klimaschutz ist nicht einfach, bekannten auch die Jugendlichen, aber Rebecca Hofmann stellte fest: „Wir fordern ja keine einfachen Auswege, sondern, dass der Klimawandel mit der Wichtigkeit angegangen wird, die uns doch allen klar ist.“

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