Laupheim tafelt und tanzt

Lesedauer: 3 Min
 Beim „Ball der Wirtschaft“ in Laupheim wurde eifrig getanzt.
Beim „Ball der Wirtschaft“ in Laupheim wurde eifrig getanzt. (Foto: Roland Ray)
Redaktionsleiter

„Vive la France!“ Stolze Gallier kommen einem bei diesem Ausruf in den Sinn, aber auch Paris, die Provence, gutes Essen, kurzum: die feine französische Lebensart. Die haben sich die Laupheimer und ihre Gäste beim „Ball der Wirtschaft“ am vergangenen Samstag im Kulturhaus für ein paar Stunden gegönnt.

Die Stadt, der Laupheimer Unternehmerkreis LUK, der Bund der Selbständigen und das Hubschraubergeschwader 64 veranstalten gemeinsam diesen Ball. Federführend organisiert hat ihn heuer der BDS-Vorsitzende Steffen Schweizer. Er maß dem Motto „Vive la France!“ in seinem Grußwort auch eine politische Dimension bei: 56 Jahre nach Abschluss des Élysée-Vertrags haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron vorige Woche eine Neufassung unterzeichnet; sie soll die Beziehungen auf eine neue Stufe heben. In Zeiten des wachsenden Nationalismus komme der Freundschaft und Partnerschaft zwischen beiden Ländern eine nochmals gesteigerte Bedeutung zu, betonte Schweizer. Frieden und Wohlstand müssten immer wieder neu erarbeitet werden.

Der „Ball der Wirtschaft“ und das Ambiente im Kulturhaus „würden auch deutlich größeren Städten gut zu Gesicht stehen“, sagte Oberbürgermeister Gerold Rechle. Die nächste außergewöhnliche Veranstaltung warte schon, blickte er voraus auf die Verleihung des Carl-Laemmle-Produzentenpreises an Stefan Arndt am 15. März und hob hervor, dass ein solches Ereignis in Laupheim ohne Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft nicht möglich wäre. Auch die gute finanzielle Lage der Stadt, die es aktuell erleichtere, bei der Infrastruktur nachzulegen, hänge untrennbar mit der Leistung der Gewerbetreibenden zusammen.

„Vive la France!“ war am Samstag nicht zuletzt kulinarisch gemeint. Spyros Rantos, Thomas Rößler und ihre Mitarbeiter haben die knapp 200 Ballbesucher an festlich eingedeckten Tischen mit Jakobsmuschel und Wolfsbarschfilet auf Fenchelpüree, doppelter Rinderkraftbrühe mit dreifarbigem Eierstich, Burgunerbraten und Rumpsteak „Café de Paris“ mit Kartoffelgratin und Prinzess-Bohnen sowie Schokoladentarte mit Pralinenparfait und Kumquat-Kompott verwöhnt. Dazu gab’s Musette-Klänge vom Akkordeon. Zum Tanz spielte die Nina-Falk-Band.

Die Tombola der LUK-Frauen kommt einmal mehr der Sprachförderung an Kindergärten und Grundschulen zugute. „Diese Aufgabe wird immer wichtiger“, erklärte der LUK-Vorsitzende Stefan Halder.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen