Laupheim saniert Hallenbad und baut neue Schwimmhalle

Lesedauer: 4 Min

Für Laupheim war es ein bedeutsames Ereignis: Heute hatten Vertreter der Stadt sowie der beteiligten Planungs- und Baufirmen offiziell zum Spatenstich der Hallenbaderweiterung geladen. Die Stadt Laupheim investiert mehrere Millionen Euro in den Neubau und in die Sanierung des bestehenden Bades. Für die Vereine und die Schulen ist das ein gutes Zeichen…

Redaktionsleiter

Die Sanierung und Erweiterung des Hallenbads ist jetzt auch offiziell auf dem Weg. Am Dienstag war Spatenstich für den Anbau, eine für den Schul- und Vereinssport ausgelegte Schwimmhalle mit separatem Sanitär- und Umkleidetrakt.

„Andere Kommunen schließen Bäder, wir können erweitern“, sagte OB Rainer Kapellen. Das Bauvorhaben sei der Auftakt zu millionenschweren Investitionen in die Sportstätten-Infrastruktur. Bihlafingen erhält eine multifunktionale Halle, in der Kernstadt wird für eine neue Dreifeldhalle geplant und ein Anbau an die Mehrzweckhalle am Laubauch geprüft, zählte Kapellen auf. Und sollte das nicht reichen und der Bedarf der Baustetter Vereine nicht gedeckt werden können, sei der Gemeinderat bekanntlich gesprächsbereit.

Eine Sanierung des 2002 eingeweihten Hallenbads sei zwingend, sagte der OB. Der Ratsbeschluss vom Juni 2016, im selben Zug die Wasserfläche zu erweitern, wurde mit 17:12 Stimmen gefasst – für Kapellen ein Beleg, „dass es auch andere Auffassungen in der Stadt gibt“. Erweitert werde vor allem mit Blick auf den Mehrbedarf der Schulen.

Die Gesamtkosten liegen nach jetzigem Stand bei 8,3 Millionen Euro. Für die Sanierung erhält die Stadt 1,26 Millionen Fördermittel vom Bund; dazu habe sicher beigetragen, dass der SPD-Abgeordnete Martin Gerster die zuständige Ministerin Barbara Hendricks zu einem Ortstermin nach Laupheim lotste, hob der OB hervor. Er dankte auch den Teilorten Baustetten und Obersulmetingen; in ihre Lehrschwimmbecken wird während der Bauzeit ein Gutteil des Schwimmbetriebs verlagert. Anfang 2019 soll das Hallenbad wiedereröffnen. Ein Kompliment machte Kapellen seinem Stellverteter Gerold Rechle: „Es war nicht einfach, alle Interessenlagen und Badnutzer unter einen Hut zu bringen. Das haben Sie vorzüglich hinbekommen.“

Rechle und seine Mitarbeiterin Andrea Behmüller seien „die zwei Seelen des Projekts“, lobte Jochen Fritz von der Firma Fritz Planung, die das Projekt im Auftrag der Stadt betreut. Der Kämmerer und Stadtwerkechef hinterfrage jedes Detail unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit – „es kommt selten vor, dass sich der Bauherr so intensiv einbringt“.

Eine gute Million muss die Stadt noch in diesem Jahr für Sanierungsarbeiten ausgeben, um den Bundeszuschuss gemäß den Vorgaben voll ausschöpfen zu können.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen