Kunst und Akrobatik im ganzen Haus

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 Ein Höhepunkt: die Zirkusvorstellung der Kinder beim Tag der offenen Tür.
Ein Höhepunkt: die Zirkusvorstellung der Kinder beim Tag der offenen Tür. (Foto: Christian Reichl)
Christian Reichl

Den Tag der offenen Tür der Laupheimer Wielandschule, im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums nutzten etwa 300 Besucher, um einen Einblick in den Alltag des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums zu erhalten.

Die Besucher lockte ein umfassendes Programm, das von Lehrern und Schülern gemeinsam ausgearbeitet wurde. Beim Rundgang und auch bei Führungen durch das alte Schulgebäude hatten die Gäste die Möglichkeit, Aktionen und Arbeiten der Schüler aus dem Schuljahr zu bewundern.

So führte der Rundgang durch eine eigens errichtete Kunstgalerie, in der Werke der Schüler ausgestellt wurden. Die Klassen 5 bis 7 haben mit ihren Bildern die Frage beantwortet, wie Fensterumrandungen der Wielandschule von außen aussehen könnten, wenn sie im Stile von Friedensreich Hundertwasser verziert wären. Die Klassen 8 bis 9 übten sich im Fertigen von Gemälden nach Vorbild des Kubismus im Stile Pablo Picassos. Dabei entstand von jedem Schüler eine „Gitarre in Blau“. Auch mit der Kunstrichtung PopArt haben sich die Klassenstufen 5 bis 9 auseinandergesetzt und mittels PC und Acrylfarben Bilder gefertigt. Im Schulgebäude konnte auch bereits das unverhüllte Miniaturmodell der Wielandschule bewundert werden, das am Kreativumzug einen Festwagen der Schüler schmücken wird.

Wer sich selbst handwerklich betätigen wollte, war dazu eingeladen unter Regie der Schüler eine der Dosenbienen zu fertigen, mit der sich die Klassen 5 und 6 im Mai an der Aktion zum 150-jährigen Stadtjubiläum beteiligt haben. Mit den Bienen sollte auf die Gefährdung der Artenvielfalt aufmerksam gemacht werden.

Im Pausenhof der Schule wurden mit einer Button-Maschine emsig runde Ansteckplaketten gefertigt. Das Motiv der Buttons durfte von den Gästen selbst mit Stiften gestaltet werden. Eigens für das 50-jährige Jubiläum ließ die Schulleitung eine Münze mit der Wielandschule auf der einen Seite und dem Wappen der Stadt Laupheim auf der anderen von einer Grafikerin entwerfen. Die Gedenkmünze wurde mithilfe der „Laupheimer Münzpräge-Molle“, der selbstgebauten Münzprägemaschine von Hans-Peter Rieger, im Innenhof der Schule geprägt.

Besonders gefreut haben sich die Besucher über die zwei Zirkusvorstellungen der Klassen 1 bis 5. Hierzu wurde die Mensa in eine Circusmanege verwandelt, und aus den Schülern wurden Jongleure, Hochseilartisten, Handstand-Akrobaten und Zauberer. Die ausgeführten Tricks, ob am Boden als Akrobaten, die durch Ringe springen, gemeinsam eine Pyramide bilden oder in der Luft, balancierend auf Seilen, Stelzen und Einrädern, versetzten die Zuschauer ins Staunen. Gecoacht wurden sie von Dieter Baumann, Leiter der Circusschule Harlekin. „Wir hatten nur einen Tag, um für jeden Schüler die passende Rolle zu finden“, sagte Baumann. An zwei darauffolgenden Tagen habe man schon fleißig für den Auftritt am Tag der offenen Tür geübt.

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