Kreative Tage für die Kinder

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Drinnen an den Tischen wird eifrig gemalt, draußen fröhlich gebadet, geklettert, gehüpft und gesprungen – und am Ende kommt noch ein Buch dabei heraus. So lebendig sieht es dieser Tage auf dem Gelände des Hubschraubergeschwaders 64 in Laupheim aus. Dort finden nämlich die „Tollen Tage“ statt: das gemeinsame Ferienprogramm der Firmen Diehl Aircabin und Uhlmann Pac-Systeme sowie der Bundeswehr. Einmal mehr beschäftigt es über drei Wochen rund 300 Kinder. In diesem Jahr gibt es Neues im Konzept: hinzu mehr Kreativität der Kinder.

Seit elf Jahren gehören die „tollen Tage“ zu den Höhepunkten dieser Ferientage für Kinder, deren Eltern in einer der beteiligten Einrichtungen beschäftigt sind. Die beiden Unternehmen und die Bundeswehr haben für drei Wochen ein Programm erstellt, das täglich 70 bis über 100 Kinder den ganzen Tag über beschäftigt – jeweils eine Woche lang.

Gemeinsamer Start

Der Tag fängt schon spannend an für die Kleinen: Mit dem schnaufenden Bähnle werden sie am Tor des Hubschraubergeschwaders abgeholt, gemeinsam frühstücken sie in der Kantine der Bundeswehr. Nach einer Begrüßung können die Kinder sich für Bastelprojekte entscheiden, die mittags beginnen – jedoch steht am Vormittag ein gemeinsames sportlichen Programm auf der Tagesordnung. Im Wochenprogramm vorgesehen ist auch ein halbtägiger Planetariumsbesuch. Wer nicht basteln oder malen möchte kann im Camp auch anderen Aktivitäten nachgehen, Baden im Pool oder Kistenklettern zum Beispiel. Das Camp besteht aus mehreren Zelten im Bundeswehr-Stil: versteckt unter Tarnnetzen. Es herrschen 32 Grad, und Moderator Nico Beljanski ruft die Kinder launig zur Trinkpause. Der junge Mann kommt aus Pforzheim und ist Soldat beim Geschwader. Der Umgang mit den Kindern macht ihm sichtlich Spaß – und nicht nur ihm. Viele Soldaten beiderlei Geschlechts nehmen die Betreuung als willkommene Abwechslung von der beruflichen Routine. 80 Betreuerinnen und Betreuer kümmern sich in den drei Wochen um die Kleinen, erklärt Gerd Xeller, der in diesem Jahr erstmals die Leitung des Projekt übernommen hat. Er macht so etwas professionell. Vom Fach ist auch die Campleiterin Ida Reisenauer: als Studentin für soziale Arbeit. Auch eine Handvoll Auszubildende betreuen die Kinder und absolvieren dabei ihr Sozialpraktikum. Einen professionellen Part hat auch die Schriftstellerin Renate Hartwig: Unter ihrer Anleitung entsteht ein Kinderbuch, das Kinder unter dem Titel „Kinder malen für Kinder“ illustrieren. Thema des Buches: Mut haben.

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