Intensive Nullnummer im Olympiastadion

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Michael Mader

FV Olympia Laupheim – Calcio Leinfelden-Echterdingen 0:0. FVO: Lense – Steinle, Nikolic, Topolovac, Biesinger – Haug, Hegen, Schrode (82. Hanisch), Filho – Vargas Müller, Dilger (27. Dürr/71. Ness). Bes. Vork.: Gelb-Rot Biesinger (90. +3). SR: Traub (Ehingen). Z.:150.

Nach dem 2:2 gegen den 1. FC Heiningen vor zwei Wochen hat sich der FV Olympia Laupheim in der Fußball-Verbandsliga erneut mit einer Punkteteilung begnügen müssen. Der Aufsteiger trennte sich von Calcio Leinfelden-Echterdingen mit 0:0.

Während sich die Laupheimer Spieler nach dem Spiel schon zum Kreis mit dem Trainerstab versammelten – allerdings ohne den in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz gestellten Robin Biesinger – flogen bei den Gästen nicht nur die Fetzen, sondern auch Wasserflaschen in Richtung des eigenen Mitspielers. Der Frust saß offenbar tief. Und das nicht ohne Grund. Schließlich vergaben die Gäste in der Schlussphase die beiden hochkarätigsten Chancen der Partie. Nach 77 Minuten setzte Volkan Candan eine Hereingabe von rechts aus acht Metern über die Latte und gut zehn Minuten später lief der eingewechselte Meksud Colic allein auf Laupheims Keeper Julius Lense zu, schoss den Ball aber am rechten Pfosten vorbei. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich kann ja nichts mehr ändern“, sagte Calcio-Trainer Francesco Guerra. Unter dem Strich könne er mit dem Punkt leben, auch weil seine Mannschaft eine andere Einstellung gezeigt habe als zuletzt bei den hohen Niederlagen gegen Wangen und Essingen.

An der Einstellung lag es auch bei der Olympia nicht, die Mannschaft hatte aber große Probleme mit dem Untergrund im Olympiastadion. Viel zu oft kam ein Pass nicht an, sprang vom Fuß ins Aus. Stockfehler waren an der Tagesordnung. So war Kombinationsfußball kaum möglich. „Wir haben dann mehr auf lange Bälle umgestellt, aber hatten auch kein Glück.“ Kapitän Sascha Topolovac war mit dem Punkt zufrieden, weil er wusste, dass seine Mannschaft deutlich besser spielen konnte. Zudem musste Simon Dilger schon nach einer knappen halben Stunde ausgewechselt werden. Seine Muskelverletzung war wieder aufgebrochen. Robin Dürr ersetzte den Torjäger und mühte sich redlich, konnte aber nicht die Torgefahr Dilgers ausstrahlen.

Gute Chancen waren in Durchgang eins Mangelware. Laupheim kam nur einmal gefährlich in den Strafraum, als Narciso Filho an einer Hereingabe von Biesinger vorbeirutschte (19.). Für Calcio vergab Vincenzo Parinello mit einer Direktabnahme die beste Chance, die Lense zunichtemachte (21.). „Es war auch in der zweiten Halbzeit ein Spiel auf des Messers Schneide“, beschrieb Topolovac die Szenerie auf dem holprigen Platz. „Wer das erste Tor macht, gewinnt“, so der Laupheimer Innenverteidiger. Doch es fiel kein Treffer. Die Olympia konnte sich keine zwingende Möglichkeit erspielen. Aufregung gab es lediglich, als sich Calcio-Torwart Henning Bortel wegen einer Unebenheit des Platzes den Ball beinahe selbst ins Netz legte (80.) und Ivan Vargas Müller wenige Minuten später im Strafraum zu Fall kam. „Für mich ein Elfmeter“, meinte Laupheims Trainer Hubertus Fundel. Insgesamt konnte auch der 50-jährige mit dem Punkt leben – vor allem angesichts der indiskutablen Platzverhältnisse. „Man kann nicht immer zaubern und heute sind wir mit dem Unentschieden zufrieden.“

FV Olympia Laupheim – Calcio Leinfelden-Echterdingen 0:0. FVO: Lense – Steinle, Nikolic, Topolovac, Biesinger – Haug, Hegen, Schrode (82. Hanisch), Filho – Vargas Müller, Dilger (27. Dürr/71. Ness). Bes. Vork.: Gelb-Rot Biesinger (90. +3). SR: Traub (Ehingen). Z.:150.

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