Illegale Container: Stadt verlangt Bußgeld und Kostenersatz

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Wie Pilze schießen in vielen Kommunen Sammelcontainer für Altkleider aus dem Boden, von dubiosen Verwertern ohne Genehmigung aufgestellt (die SZ berichtete). Die Stadt Laupheim hat inzwischen etliche dieser illegal auf öffentlichem Grund platzierten Behälter einkassiert. Acht Container verwahrt der Bauhof momentan, berichtet Pressesprecher Konstantin Egle. Wer sie wiederhaben will, muss Kosten erstatten und ein Bußgeld berappen.

Drei Container wurden laut Egle seit Weihnachten abgeholt. Das Rathaus hat den Besitzern jeweils rund 250 Euro für Transport, Aufbewahrung, Personal- und Verwaltungsaufwand in Rechnung gestellt. Müssen die Sammelboxen über einen längeren Zeitraum eingelagert werden, kann es teurer werden.

„Pro Container verhängen wir zusätzlich ein Bußgeld von bis zu 500 Euro“, sagt Egle. Das unerlaubte Aufstellen ist eine Ordnungswidrigkeit. Außerdem meldet die Stadt die auf Laupheimer Gemarkung auffällig gewordenen Organisationen an das Gewerbezentralregister.

Das Geldeintreiben gestaltet sich zuweilen schwierig. Eine Rechnung kam als „nicht zustellbar“ zurück. „Diese Organisationen sind schwer zu greifen für uns“, sagt Egle. Offensichtlich wechseln auch die Namen. Inzwischen seien mehrere im Spiel, nicht nur die „Babynotfallhilfe“. In Rheinland-Pfalz wurde diesem angeblich in Dortmund ansässigen Verein das Sammeln bereits untersagt.

Seit Anfang Januar haben die Bauhof-Mitarbeiter keine weiteren Container mehr im Stadtgebiet entdeckt. Die sichergestellten Behälter werde man nicht beliebig lange aufbewahren, kündigt Egle an. „Irgendwann werden sie verschrottet.“

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