HRW kassiert deutliche Niederlage

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TSV Deizisau – HRW Laupheim 35:25 (21:14). HRW: Orsolic, Federle - Durakovic (5), Rodloff (3), Hafner (7), Amann, Schneider, Nief, Reu, Geiß (1), Groß (6), Remane (3).

Einen gebrauchten Tag hat der Handball-Württembergligist HRW Laupheim bei der 25:35 (14:21)-Niederlage beim TSV Deizisau erwischt. Dadurch rutschten die Rot-Weißen vom vierten auf den siebten Tabellenplatz ab und sind nun punktgleich mit dem SKV Unterensingen und der HSG Langenau/Elchingen. Die HSG brachte ihrerseits dem Spitzenreiter TSV Heiningen die erste Saisonniederlage bei.

Schon vor dem Spielbeginn war klar, dass die heimstarken Gastgeber in der Hermann-Ertinger-Sporthalle nur mit einer Topleistung zu knacken sein würden. Durch den kurzfristigen Ausfall von Hüseyin-Atilla Yigin startete der HRW zudem ohne eingespielten Kreisläufer, das Fehlen der beiden Langzeitverletzten Zodel und Pohl im Abwehr-Innenblock wird die Laupheimer darüber hinaus noch bis zum Saisonende begleiten. So kam Youngster Jonas Reu zu seinem ersten Einsatz: Der Kreisläufer ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und spielt parallel auch noch bei Frisch Auf Göppingen in der A-Jugend-Bundesliga. Doch dass es am Ende eine deutliche Niederlage mit zehn Treffern Unterschied werden sollte, damit hatten die Laupheimer nicht gerechnet.

Dabei waren die Rot-Weißen gegen Deizisau zunächst gut ins Spiel gekommen nach der zweiwöchigen Weihnachtspause und lagen schnell mit 3:1 vorn. Doch dann berappelten sich die Gastgeber und zogen mit einem Zwischenspurt und sechs Treffern in Folge in fünf Minuten auf 7:3 davon. Auch eine Auszeit von Laupheims Trainer Roland Kroll nach nicht einmal zehn Minuten brach den Lauf der Gäste nicht. „Wir haben heute nicht den nötigen Zugriff in der Abwehr bekommen“, so Kroll nach dem Spiel. Bis zur 20. Minute lag der HRW bereits 8:13 hinten. Und selbst aus einer doppelten Überzahl durch eine doppelte Strafzeit gegen die Deizisauer schlugen die Laupheimer kein Kapital, im Gegenteil: ohne selbst einen Treffer zu erzielen kassierte man zwei Strafzeiten, der Vorteil war dahin. Bis zum Pausenstand von 21:14 blieb es dabei: In der Abwehr agierten die Laupheimer zu passiv und ließen die Gastgeber zu viele einfache Tore erzielen, während im eigenen Angriff die Fehlerquote zu hoch war, was von den abgeklärten Deizisauern konsequent mit Gegentoren bestraft wurde.

Hoffnung nach Doppelschlag

Als Raphael Groß mit einem Doppelschlag durch zwei Tore innerhalb von 30 Sekunden auf 28:22 nach rund 40 Minuten verkürzte, keimte nochmals ein zartes Pflänzchen Hoffnung auf, an diesem Abend doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. Doch die Gastgeber blieben abgeklärt genug und ließen bis zum 35:25-Endstand nichts mehr anbrennen, zumal die Fehlerquote im Laupheimer Angriff einfach zu hoch blieb. „Dieses Spiel gilt es nun nüchtern zu analysieren und unsere Lehren daraus zu ziehen“, fasste Trainer Roland Kroll den gebrauchten Abend zusammen. „Am Ende sind 35 Gegentore einfach viel zu viel. Im Angriff haben wir einiges gut umgesetzt, aber im Abschluss zu viele Fehler gemacht und wurden dafür von Deizisau sofort bestraft.“ Trotz des 27:22-Erfolgs der Laupheimer im Hinrundenspiel kam die Niederlage nicht gänzlich unerwartet aufgrund der personellen Schwierigkeiten. Die Gründe für die Niederlage gilt es im Training nun aufzuarbeiten und es beim nächsten Auswärtsspiel am kommenden Samstag bei der HSG Fridingen/Mühlheim besser zu machen.

TSV Deizisau – HRW Laupheim 35:25 (21:14). HRW: Orsolic, Federle - Durakovic (5), Rodloff (3), Hafner (7), Amann, Schneider, Nief, Reu, Geiß (1), Groß (6), Remane (3).

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