HRW gibt Spiel aus der Hand

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Der HRW Laupheim (vorn Sergiu Zvanciuc) blieb auch im dritten Heimspiel der Rückrunde ohne Punktgewinn.
Der HRW Laupheim (vorn Sergiu Zvanciuc) blieb auch im dritten Heimspiel der Rückrunde ohne Punktgewinn. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
Marius Funk

Der Handball-Württembergligist HRW Laupheim bleibt nach der 24:26 (14:12)-Pleite gegen die SG Hegensberg-Liebersbronn auch im dritten Heimspiel der Rückrunde ohne Punktgewinn. Das Team von Trainer Klaus Hornung bot zwar über weite Strecken eine solide Leistung, gab die Partie aber auch aufgrund von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase aus den Händen.

„Heute haben wir gegen einen sehr unangenehmen Gegner gespielt und am Ende einfach die Bälle zu leicht hergeschenkt“, analysierte Klaus Hornung nach der hitzigen Partie. Kapitän Daniel Amann haderte ebenfalls mit dem Leistungsabfall in den Schlussminuten: „Wir hätten die Führung nicht mehr abgeben dürfen, aber am Ende waren die Ideen weg und unser Spiel zu statisch.“

Mit einer 3:3-Deckung wollte der Aufsteiger dem starken HRW-Rückraum Paroli bieten, das Konzept ging auf. Nach vier Minuten nahm HRW-Coach Klaus Hornung die erste Auszeit und stellte das Team taktisch neu ein – mit Erfolg. Den 0:2-Rückstand drehten die Laupheimer in eine 6:3-Führung und auch Torhüter Daniel Krämer zeigte mehrfach gute Paraden. „Bei der 3:3-Deckung ist man in 1:1-Situationen chancenlos, daher haben wir andere Wege finden müssen“, erklärte Hornung. Ein Weg waren die Außenspieler Mihut Pancu und Timo Remane, die oft gut in Szene gesetzt wurden und zuverlässig trafen. Nachwuchsspieler Remane vertrat den unter der Woche noch von einer Grippe geplagten und geschwächten Kapitän Daniel Amann und bot eine anspruchsvolle Leistung. Mit einer knappen 14:12-Halbzeitführung gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

Erhitzte Gemüter

Nach dem Seitenwechsel erwischte der HRW den besseren Start, Timo Remane traf zwischenzeitlich zum 19:13 (37.). Doch ein vergebener Siebenmeter von Pancu und drei Zeitstrafen brachten den Gegner wieder ins Spiel und zwangen Hornung beim Stand von 20:19 zu einer Auszeit (48.). Die Gäste witterten ihre Chance und gingen oftmals am Rande des Erlaubten zu Werke. Beim Stand von 23:22 traf Timo Remane nur den Pfosten, stattdessen erzielte Fabian Sokele den Ausgleich (56.). Dem Treffer war ein nicht geahndetes Foul an Rückraummitte-Spieler Patrick Müller vorausgegangen, was die Gemüter der Anhänger und HRW-Spieler spürbar erhitzte.

Als Nils Kühl nach einer nicht geahndeten Unsportlichkeit eines SG-Spielers zum 23:24 traf, waren die Zuschauer in der Rottumhalle außer sich. Die Hektik übertrug sich auf die Spieler auf dem Feld, der HRW konnte keinen konstruktiven Angriff mehr initiieren und geriet am Ende sogar noch mit 23:26 in Rückstand (60.). Der Anschlusstreffer von Sergiu Zvanciuc wenige Sekunden vor Spielende war letztlich ohne Bedeutung.

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