Herzblut für das Laupheimer Fest der Feste

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Verabschiedungen beim Heimatfestverein: (von links) der Vorsitzende Walter Spleis, OB Rainer Kapellen, Brigitte Angele, Otto Mar
Verabschiedungen beim Heimatfestverein: (von links) der Vorsitzende Walter Spleis, OB Rainer Kapellen, Brigitte Angele, Otto Marx, der 2. Vorsitzende Johannes Welz und Joe Baur. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Ihr Herz schlägt für das Kinder- und Heimatfest, jahrelang haben sie sich für die größte und schönste aller Laupheimer Veranstaltungen mit viel Herzblut und Schaffenskraft eingebracht: Gleich fünf Mitglieder hat der Heimatfest-verein in seiner jüngsten Sitzung aus seinem Kreis verabschiedet: Rainer Kapellen, Brigitte Angele, Jo Baur, Otto Marx und Erwin Fischer.

In ganz unterschiedlichen Funktionen haben sich die Fünf für das Gelingen des Heimatfests engagiert, stellte der Vorsitzende Walter Spleis fest. Er verabschiedete sich bei jedem per Handschlag: mit einem Geschenk und einem besonders dicken Dankeschön.

Oberbürgermeister Rainer Kapellen, der kraft Amtes dem Ausschuss angehörte, scheidet mit dem Ende seiner Laupheimer Dienstzeit aus. Spleis würdigte ihn als einen „stets verlässlichen Freund, Mittler und Mitstreiter“. Gestählt von vielen Sitzungen, habe der Rathauschef auch beim Heimatfest von Anfang an gutes Sitzfleisch bewiesen und sich „sofort von null auf 150 Prozent“ eingebracht.

Wagen, Bilder und Musik

Der Wolf und die sieben Geißlein, die zweirädrige Eselskarre mit Pfarrer Hermann als Eselsführer, Tutti Frutti oder Peterchens Mondfahrt: Brigitte Angeles Schaffenskraft für das Heimatfest war schier unerschöpflich. Unzählige Wagen hat die 72-Jährige in 35 Jahren von der Idee bis zum fertigen Gefährt auf die Umzugsstrecke geschickt, auf den meisten fuhr sie selbst mit. „Wenn unsere Brigitte jetzt aufhört, dann ist das wirklich ein schmerzlicher Verlust“, sagte Spleis. Er lobte die „ausgleichende, liebevolle Art“ Angeles, die über ihren Ehegatten Heinz, den langjährigen Festzugkoordinator, zu Amt und Würden gekommen war und dem Heimatfestverein seit 1982 angehörte. 14 Tage vor dem Heimatfest 2017 war es, als sich Brigitte Angele bei einem Unfall die Kniescheibe brach. Trotz dieses schmerzlichen Handicaps baute sie vergangenes Jahr noch ihren letzten Umzugswagen.

In vielfältiger Weise ist die Stadtkapelle in das Heimatfest eingebunden. Seit 1999 sei Joe Baur „Mittler und Bindeglied“ zwischen Musikern und Verein gewesen, sagte Spleis und dankte Baur für die vielen Stunden Ausschussarbeit, die zum eigentlichen Einsatz für das Fest noch hinzukamen. „Ich kann die Stadtkapelle für ihr Non-Stop-Programm am Heimatfest nur bewundern“, gestand Spleis.

Otto Marx hat das Heimatfest als Fotograf Jahr für Jahr in allen seinen Facetten eingefangen: „Er war ein ganz Wichtiger, hat sich aber stets im Hintergrund gehalten“, sagte Spleis. In der Tat gehört Marx schon seit 1994 dem Heimatfestverein an. Seit dieser Zeit dokumentiert er Jahr für Jahr jede einzelne Veranstaltung der Festwoche. „Er war ständig auf Achse für uns“, lobte Spleis. Nicht zu vergessen: der riesige Arbeitsaufwand für ein gut funktionierendes Archiv.

Sehr viel Zeit und handwerkliche Arbeit hat in mehr als 30 Jahren auch Erwin Fischer in das Heimatfest gesteckt. Spleis verabschiedete den langjährigen Chef der Wagen bauenden Heimatfestfreunde in Abwesenheit aus dem Gremium.

Mario Fischer moderiert die Heimatstunde

Auch einen Neuzugang gibt es aus dem Heimatfestausschuss zu vermelden: Mario Fischer wird in diesem Jahr zum ersten Mal die Heimatstunde im Kulturhaus moderieren. Der einstige Organisator des Summernight-Festivals tritt damit die Nachfolge von Regine Roggenstein an. Sie hatte als bald dreifache Mama im November darum gebeten, vorerst von dieser Aufgabe entbunden zu werden.

Unter folgenden Kriterien startete Walter Spleis die Suche nach einem Neuen: wach, bodenständig, humorvoll, lockeres Mundwerk. Bei Fischer wurde er fündig. Der bekennende Heimatfest-Fan konnte gar nicht umhin, „Ja“ zu sagen, auch wenn die Heimatstunde für den 47-Jährigen „absolutes Neuland“ bedeutet.

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