Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle begeistert auf die schwäbische Art

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Hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite: Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle haben im Kulturhaus begeistert.
Hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite: Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle haben im Kulturhaus begeistert. (Foto: Chiara Ruf)
Chiara Ruf

Laupheim - Mit guter Laune und viel Charme haben Manne, Benny, Flex und Selle – Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf-Kapelle – am Samstag ihr zahlreiches Publikum im fast ausverkauften Kulturhaus Laupheim begrüßt.

In zweieinhalb Stunden Unterhaltung wurden den Zuschauern neue schwäbische Texte, zugeschnitten auf bekannte Songs wie „Something stupid“, sowie eigene Kompositionen und astreiner Satzgesang in teils lateinamerikanischen Rhythmen mit Folk- und Rock’n’Roll-Elementen geboten.

„2007 waren wir zum letzten Mal hier. Aber da war hier alles noch im Rohbau“, erzählten die vier Unterhaltungsminister, wie sie sich scherzhaft selbst nennen. Mit ihrem kurzweiligen und schwäbischen Programm und ihren Instrumentaleinlagen, welche sie selbst mit einem Augenzwinkern auch als „Lieder mit wenig Text“ beschreiben, zeigten die vier Musiker, dass jeder von ihnen mehrere Instrumente hervorragend beherrscht.

20 Instrumente sind im Einsatz

Während des Programmes kamen ungefähr 20 Instrumente zum Einsatz, wie etwa der für die Begleitung unverzichtbare Kontrabass oder das Banjo, das zuweilen für folkartige Elemente sorgte. Verschiedene Gitarren, die Klarinette, die Trompete, die Ziehharmonika und das Klavier sorgten für den einmaligen und teils auch originellen Klang der Zieh- und Zupf-Kapelle.

Mit ihrem unvergleichlichen Charme schafften es die vier „Unterhaltungsminister“, das Publikum für sich zu begeistern, indem sie zum Beispiel während ihrer musikalischen Darbietung „Wer macht dia Muggagiddr na?“ die Mücken imitierten, die umherschwirren. So präsentierten sie auch einen Song, dem sie den Namen „Atemlos“ gaben. Indem die Musiker sich die Hände vor ihr Gesicht hielten und Teile des Songs völlig unverständlich und „atemlos“ sangen, stießen sie auf allgemeine Erheiterung des Publikums, und somit wurde auch klar, weshalb dieser Song den Titel „Atemlos“ trägt.

Besonders erstaunlich waren die Fähigkeiten der Musiker, als sie parallel zwei Instrumente - nämlich den Kontrabass und die Mundharmonika – spielten, was den Anschein erweckte, als wäre das spielend leicht.

Auch in ihren Moderationen waren viele komische Elemente zu finden: „Wir singen jetzt ein Liebeslied – natürlich in G-Dur – ,G’ wie Grischtbaum!“. Mit Wortspielen konnte die vier Akteure einmal mehr das Publikum zum Lachen bringen.

Höhepunkt des Abends

Der Höhepunkt des Abends war die Zugabe von „The lion sleeps tonight“. Mit schwäbischem Text, den man erst bei genauem Hinhören verstand, einer ordentlichen Portion Humor, Overtone-Elementen und Passagen - gesungen im Falsett - zeigten die vier Musiker einmal mehr ihr stimmliches Können.

„Mich fasziniert, dass die Musiker aus wenig viel machen können“, beschreibt eine Zuschauerin den Abend. Besonders angetan hatten es ihr die Pfeiftöne, die die Musiker zur Erheiterung in ihre Lieder eingebaut haben.

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