Heimstarke Laupheimer erwarten den Spitzenreiter

Lesedauer: 5 Min
 Der HRW Laupheim (hier Julian Nief) steht vor einer hohen Hürde. Der Spitzenreiter kommt am Sonntag in die Rottumhalle.
Der HRW Laupheim (hier Julian Nief) steht vor einer hohen Hürde. Der Spitzenreiter kommt am Sonntag in die Rottumhalle. (Foto: Volker Strohmaier)
jo

Die Laupheimer Handballer empfangen am Sonntag um 18 Uhr zum Spitzenspiel in der Württembergliga den TSV Heiningen in der Rottumhalle. Die Gäste kommen als klarer Tabellenführer mit gerade einmal einer Niederlage im Gepäck zum HRW, der als Tabellenfünfter vor heimischem Publikum eine weiße Weste aufweist, also noch ungeschlagen ist. Trotz der drei langzeitverletzten Stammspieler Pohl, Zodel und Geiß können die Rot-Weißen also durchaus mit breiter Brust ins Spiel gehen, wenngleich die Favoritenrolle natürlich eindeutig bei den Gästen liegt.

Lange Zeit haben sich die Heininger schadlos an der Tabellenspitze gehalten und sind ihrer Rolle als eindeutiger Meisterschaftsanwärter überzeugend gerecht geworden. Anfang Januar gab es dann aber die erste Niederlage (30:33) bei der HSG Langenau-Elchingen, die ebenfalls für ihre Heimstärke bekannt ist. Zuletzt siegten die Heininger mit 33:26 beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht TV Altenstadt, taten sich aber bis zum 22:21 noch reichlich schwer.

Gänzlich unmöglich ist also ein weiterer Sieg für die Laupheimer vor heimischem Publikum auch gegen den Tabellenführer nicht. Doch dafür muss den Spielern von Trainer Roland Kroll wieder ein Sahnestück gelingen wie gegen den damaligen Tabellenzweiten SG Lauterstein, der vor drei Wochen mit 36:32 durch eine furiose Angriffsleistung niedergerungen wurde. „Heiningen ist die einzige Mannschaft in der Württembergliga, die zwei Abwehrvarianten nahezu gleich gut spielen kann“, so Trainer Roland Kroll zur kniffligen Vorbereitung auf das Spitzenspiel. „Auch deshalb ist Heiningen die stärkste Mannschaft in dieser Spielklasse“.

Aber auch beim TSV Heiningen macht sich die kräfteraubende Saison langsam bemerkbar, denn mit Mike Hiem (Kreuzbandriss) und Julian de Boer (Fingerbruch) fehlen zwei wichtige Spieler im Team von Trainer Mike Wolz, der allerdings dank einer breiten Bank einige gleichwertige Alternativen aufbieten kann. Mit Torhüter Yanik Braun haben die Gäste zudem einen starken Rückhalt, sodass die Rot-Weißen über die gesamten 60 Spielminuten ihre maximale Leistungsfähigkeit abrufen müssen, um auch diese Herausforderung zu bestehen.

Beim deutlichen 33:24-Erfolg vor einer Woche gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf überzeugten die Laupheimer insbesondere im zweiten Spielabschnitt und über die gesamte Spielzeit Keeper Luka Orsolic, der nach überstandenen Rückenproblemen wieder zum Erfolgsfaktor im Laupheimer Spiel werden könnte. Allerdings dürfen sich die Rot-Weißen gegen den klaren Favoriten die Schwächephasen aus der ersten Hälfte und in der Schlussphase nicht leisten, zu abgeklärt wird dies bestraft werden.

Das Hinspiel entschieden die Heininger mit 36:31 für sich, obwohl die Chancen auf einen Punktgewinn für die Laupheimer durchaus vorhanden waren. In den entscheidenden Phasen aber bestraften die Heininger die wenigen Laupheimer Fehler konsequent im Stile einer Spitzenmannschaft, was am Ende für den Sieg reichte. Vor heimischem Publikum sind die Rot-Weißen aber besonders motiviert, dem Favoriten ein Bein zu stellen, und zählen auf die Unterstützung der Fans als achtem Spieler, auf die es wieder ankommen wird: „Wir hoffen auf eine volle Rottumhalle und eine Superstimmung. Das sind die Spiele, für die man als Sportler brennt und in denen man über sich hinauswachsen kann“, blickt Coach Roland Kroll zuversichtlich auf die Partie.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen