Gerold Rechle kandidiert doch für den Kreistag

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 Seit März 2018 ist Gerold Rechle Laupheimer Oberbürgermeister. Jetzt will er sich auf der Liste der Freien Wähler um ein Kreist
Seit März 2018 ist Gerold Rechle Laupheimer Oberbürgermeister. Jetzt will er sich auf der Liste der Freien Wähler um ein Kreistagsmandat bewerben. (Foto: Axel Pries)
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Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle will nun doch bei der Kreistagswahl 2019 kandidieren, auf der Liste der Freien Wähler. Das sagte er der „Schwäbischen Zeitung“.

Noch im August hatte Rechle erklärt, kein Mandat anzustreben. „Zur OB-Wahl bin ich ausdrücklich als überparteilicher Bewerber angetreten, doch als Kreistagskandidat und Kreisrat müsste ich zwangsläufig eine gewisse Parteilichkeit eingehen. Das möchte ich vermeiden, auch um die gute atmosphärische Entwicklung im Gemeinderat nicht zu gefährden“, sagte er damals der SZ.

Dass er sich jetzt umentschieden hat, begründet der OB so: Zuletzt sei offensichtlich geworden, „dass es wichtiger denn je ist, möglichst nahe an Entscheidungsprozessen des Kreistags, aber auch der Landkreisverwaltung beteiligt zu sein und vor allem Informationen schnell und aus erster Hand zu bekommen“. Es gehe darum, so bedeutsame Themen wie das Gesundheitszentrum Laupheim, Fragen des Hochwasserschutzes, die Flüchtlingsunterbringung, die Neugestaltung eines ÖPNV-Stadtverkehrskonzepts, Grundstücksangelegenheiten und Kostenbeteiligungen bei Gemeinschaftsprojekten wie der Nord-West-Tangente und die Saatkrähenvergrämung „zusammen mit den anderen Kreisräten aus Laupheim bestmöglich für unsere Stadt regeln zu können. Da deswegen nicht zuletzt auch Mitglieder unseres Gemeinderats mit der Bitte auf mich zugekommen sind zu kandidieren, habe ich mich entschlossen, mich der Kreistagswahl zu stellen.“

An seiner Intention, seine volle Kraft für die Belange von Laupheim und für eine gute Entwicklung der hiesigen Gemeinderatsarbeit einzusetzen, habe sich nichts geändert, betont Rechle. Er will versuchen, über die Liste der Freien Wähler in den Biberacher Kreistag einzuziehen, „um meinem Grundsatz der Überparteilichkeit trotzdem möglichst treu bleiben zu können“. Die Freien Wähler hatten auch öffentlich um ihn geworben.

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