Festlich beginnt das Jubiläumsjahr

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 Beim Festabend traten Jugendkapelle und Aktive des Musikvereins „Harmonie“ Baustetten zum ersten Mal gemeinsam auf.
Beim Festabend traten Jugendkapelle und Aktive des Musikvereins „Harmonie“ Baustetten zum ersten Mal gemeinsam auf. (Foto: Anton Hettich)
Janina Ksiazkiewicz

Ein Festabend am Jubiläumstag des Gründungstermins hat am Freitag den Auftakt in das Jubiläumsjahr „100 Jahre Musikverein Baustetten“ gebildet. Gefeiert wurde in der Mehrzweckhalle in Baustetten.

Christoph Hettich vom Vorstandsteam des MV begrüßte die Gäste, bevor die Jugendkapelle Baustetten unter der Leitung von Niklas Sontheimer den Abend musikalisch mit der Fanfare „Propulsion“ von Robert Buckley eröffnete. Moderator Edmund Wiest führte gekonnt durch den Abend und übergab das Wort an die Erste Bürgermeisterin Laupheims Eva-Britta Wind. Diese gab einen kleinen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, lobte dessen ehrenamtliches Engagement und überreichte ein Geschenk der Stadt.

Mit „We are the world” wurden die Gäste überrascht: Erstmalig in der Vereinsgeschichte wurde ein Stück von Jugendkapelle und Musikkapelle zusammen vorgetragen. Nicht nur der Titel des Stücks, auch das gemeinsame Spiel symbolisierte die Verbundenheit der Musiker und Dirigenten beider Orchester, und das wurde mit entsprechendem Applaus belohnt.

Ortsvorsteher Dietmar Kögel fand nur lobende Worte und betonte, dass der Verein seit Jahren aus dem Leben in Baustetten nicht mehr wegzudenken sei, ob bei Veranstaltungen, die musikalisch umrahmt werden, als Veranstalter des Zeltfestes oder eines der größten Kreismusikfeste im Landkreis Biberach 2011. . Dieser Großaufwand konnte damals nur mit Hilfe der ganzen Bevölkerung Baustettens gestemmt werden, was für die Akzeptanz in der Gemeinde spricht. Ganz besonders wurde von Kögel das ehrenamtliche Engagement vor allem für die Jugendarbeit hervorgehoben. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Gemeinde erhielt der Verein eine Baustetter Fahne, die nun bei den Veranstaltungen vor dem Musikerheim wehen wird.

Die örtliche Theatergruppe „Vorhanglupfer“ führte einen eigens für den Festabend kreierten Sketch auf, der sehr gut ankam und vom Publikum heftig beklatscht wurde. Zum Abschluss trugen die „Vorhanglupfer“ ein Geburtstagsständchen vor.

Als Vertreterin aller örtlichen Vereine ging das Wort an Hildegard Ksiazkiewicz, die dem Musikverein für seine Jugendarbeit ein Kompliment aussprach. Als besonderes Geschenk bekam der Musikverein Notensätze überreicht. Diese Musikstücke werden beim kommenden Herbstkonzert dem Publikum vorgetragen.

Christoph Hettich ließ für das Vorstandsteam Höhepunkte der Vereinsgeschichte Revue passieren. Aus einem Zusammenschluss von neun Männern im Jahr 1920, die unter widrigsten Bedingungen üben mussten und viele finanzielle Herausforderungen zu überbrücken hatten, sei bis heute ein stattlicher Verein geworden mit aktuell mehr als 60 aktiven Mitgliedern in zwei Orchestern (Jugendkapelle und Musikkapelle), außerdem zahlreiche Jugendliche in der musikalischen Früherziehung oder in einer Instrumentalausbildung.

Auch der Übergang von einem routinierten langjährigen Ausschuss in ein junges Vorstandsteam konnte hervorragend gemeistert werden.

Eine kleine Besetzung der Musikkapelle unter Leitung von Otmar Keller gab mit der Vereinshistorie in Verbindung stehende Musikstücke zum Besten.

Der Festabend bot auch eine Überraschung: Der ehemalige langjährige Dirigent der aktiven Kapelle, Michael Bohn, wurde für sein herausragendes Engagement zum Ehrendirigenten des Musikvereins ernannt und mit einer Ehrenurkunde bedacht. Bohn kam 1996 als Hornist zum Verein, bevor er 1997 für zehn Jahre Jugenddirigent wurde. Zusätzlich übernahm er 1998 das Amt des Dirigenten der Musikkapelle und führte den Verein fast 20 Jahre zu den bisher größten Erfolgen.

Abschließend spielte die Musikkapelle das Stück „Ein Leben lang“ welches vom Publikum entsprechend gefeiert wurde.

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