Faszination für Bienen wecken

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„Faszination für Bienen wecken“: Maria Ruchti und August Schaible mit einer der Info-Tafeln.
„Faszination für Bienen wecken“: Maria Ruchti und August Schaible mit einer der Info-Tafeln. (Foto: Axel Pries)

Bienen sind sprichwörtlich fleißig, Bienen sind wichtig, und Bienen sind bedroht. Aber Bienen sind auch einfach spannend, finden Imker. Der Imkerverein Laupheim möchte dieses Gefühl auch an Spaziergänger vermitteln. An dem Spazierweg Im Grund laden daher nun Schilder ein, mehr über dieses Insekt zu erfahren, das sich vielerorts immer rarer macht. Und nicht nur die Bienen sind betroffen.

An vielen Ackernrändern sieht man in jüngerer Zeit eingesähte Streifen, auf denen blütenreiche Pflanzen diesen kleinen Fluginsekten durch Blütenvielfalt ein besseres Umfeld bieten sollen. So wie es sie früher gab, ehe eine immer intensivere Landwirtschaft, aber auch eine sich ausdehnende Besiedlung, den Tieren zunehmend die Lebensgrundlage nahm.

Sonnenblumen blühen

Der Acker Im Grund gehört dazu: Dort wurde auf dem zum Schloss gehörenden Feld ein mehrere Meter breiter Randstreifen mit Blumen eingesäht und zieht vor allem im Frühjahr viele Insekten an. Die meisten Blüten entlang des beliebten Weges sind bereits verschwunden, aber Büschelschön, botanisch Phacelia, und Sonnenblumen leuchten dort immer noch in Blau und Gelb.

Wer jetzt dort spazieren geht, kann sich nicht nur über Farben freuen, sondern sich auch über informieren: Auf sieben Schildern wird vom Leben und Wirken der Biene erzählt: Das ist der Bienenlehrpfad, den der Imkerverein Laupheim vor kurzem dort eingerichtet hat.

Denn die heimischen Imker haben ein Anliegen: Sie möchten die Bienen den Menschen näher bringen – und eigentlich nicht nur die Bienen, erzählt Maria Ruchti, die Vorsitzende des Laupheimer Imkervereins. Bienen hätten ja durchaus schon viele Freunde, aber bei Wespen herrsche so viel Unkenntnis wie Angst. Dabei seien die gelb-schwarzen Insektenjäger weit weniger aggressiv als allgemein verbreitet ist. Und sie sind geschützt, erklärt die Vorsitzende. Nester dürfen nicht ohne weiteres beseitigt werden – aber von meisten Arten gehe auch keine Bedrohung aus.

Mitten zwischen den Blühern in dem Streifen an Laupheims Rand zeigen die sieben Schilder nun spannende Details aus dem Leben von Bienen auf. Zum Beispiel ist zu lesen, dass Bienen beim Flug zwischen 180 und 250 Mal pro Sekunde mit den Flügeln schlagen. Oder auch, welchen Stellenwert Imker im Dasein der Bienen einnehmen. Der Deutsche Imkerbund war es auch, der die Informationstafeln zur Verfügung stellt. „Um ein Zeichen zu setzen“, so formuliert es die Vorsitzende der Laupheimer Imker, habe man sich entschlossen, den Bienenlehrpfad einzurichten. „Es geht darum, die Faszination für die Biene zu wecken.“

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