Eva-Britta Wind bekommt B 3

Lesedauer: 3 Min
Soeben gewählt: Eva-Britta Wind am Montag im Ratssaal.
Soeben gewählt: Eva-Britta Wind am Montag im Ratssaal. (Foto: Roland Ray)
Redaktionsleiter

Eva-Britta Wind, am Montag vom Gemeinderat zur Ersten Beigeordneten der Großen Kreisstadt Laupheim mit der Amtsbezeichnung „Erste Bürgermeisterin“ gewählt, wird in die Besoldungsgruppe B 3 eingruppiert. Das hat der Rat bei einer Gegenstimme (Martina Miller, SPD) beschlossen.

Wind, die das Baudezernat leiten wird, fällt nach dem Landeskommunalbesoldungsgesetz in die Kategorie 20 000 bis 30 000 Einwohner, wobei die Hälfte der in Achstetten, Burgrieden und Mietingen lebenden Menschen angerechnet wird; diese drei Kommunen bilden eine Verwaltungsgemeinschaft mit Laupheim. Bezahlt werden Erste Beigeordnete in dieser Kategorie entweder nach B 2 oder B 3.

Wie im April, als es um die Eingruppierung des neuen OB Gerold Rechle ging, empfahl die Stadtverwaltung die höhere Besoldungsgruppe; sie verwies auf die Aufgabenfülle und die Einwohnerzahl, die in Summe schon jetzt fast an die obere Schwelle der Besoldungsgruppe heran reicht. Und wie bei Rechle, der jetzt nach B 5 bezahlt wird, folgten die Räte fast geschlossen dieser Argumentation. Sie sei nachgerade zwingend, verdeutlichte Hilmar Kopmann (FW): „Wer bei Gerold Rechle zu B 5 Ja gesagt hat, muss jetzt folgerichtig für B 3 stimmen.“ Raphael Mangold (OL) pflichtete dem „auch vor dem Hintergrund einer leistungs- und geschlechtergerechten Bezahlung“ bei.

Martina Miller hielt – wie schon im Fall Rechle – dagegen. In der Stellenausschreibung sei von B 2 die Rede, „diese Besoldungsgruppe durften die Bewerber erwarten“, sagte sie. Es könne keinen Automatismus geben, nach Rechle jetzt auch seine künftige Stellvertreterin sofort hochzustufen.

Die Beigeordnetenstelle sei bisher nach B 2 bewertet gewesen, erklärte der OB an Miller gewandt – „jetzt nehmen wir eine Neubewertung vor“. Doch die SPD-Rätin wunderte sich: Was, fragte sie, habe sich in den wenigen Wochen seit der Stellenausschreibung denn geändert, dass eine Neubewertung erforderlich sei?

B 3 statt B 2 bedeutet beim Grundgehalt brutto etwa 440 Euro mehr pro Monat. Die zu Beginn der achtjährigen Amtszeit festgelegte Besoldung gilt im Grundsatz für die gesamte Wahlperiode. Steigt indes die Einwohnerzahl auf über 30 000, muss der Rat neu beschließen. Dann geht es bei Eva-Britta Wind um B 4 oder B 5.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen