„Ein Objekt, das wir dringend brauchen“

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Die mit Sand werfen: (v.l.) Florian Wörz, Johannes Traub (beide Baufirma Schmid), Helmar Dress (Architekturbüro), Architekt Tho
Die mit Sand werfen: (v.l.) Florian Wörz, Johannes Traub (beide Baufirma Schmid), Helmar Dress (Architekturbüro), Architekt Thomas Gerner, Ober (Foto: Axel Pries)
Schwäbische Zeitung

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist das Bauprojekt der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal in der Laupheimer Mittelstraße offiziell in die nächste Phase eingetreten. Nach dem Abbruch des alten Gebäudes soll nun dem Neubau der Boden bereitet werden. Bei dem feierlichen Akt am Montag lobte Oberbürgermeister Gerold Rechle die VR-Bank, weil das Gebäude ein Objekt sei, „das wir dringend brauchen“.

Auf dem Grund des früheren Biergartens im Schwanengässle war die Sandfläche für die symbolische Zeremonie vorbereitet, derweil der Abbruchbagger nebenan noch auf einerm Schutthaufen thronte. Mit etwas Bedauern begrüßte der Bank-Vorstandsvorsitzende Dieter Ulrich die Teilnehmer der Zeremonie, denn es sei gerade ein Haus aus dem Jahr 1904 abgebrochen worden, das zur Stadtgeschichte gehört. Und es habe deshalb bei der VR-Bank auch Überlegungen gegeben, das „Haus Wunder“ zu sanieren und zu erhalten. Allein: „Das machte keinen Sinn.“ Die Bausubstanz sei zu marode gewesen. Der Keller etwa sei zu stark feucht gewesen, um ihn zu sanieren.

An der Stelle entsteht nun ein Gebäude, das einen Laden und zwei Büros mit je 400 Quadratmetern Fläche und auch drei Wohnungen im Dachgeschoss enthält. In der Tiefgarage sei eine Neuigkeit enthalten: ein Autoaufzug. Die Investitionskosten betragen rund vier Millionen Euro. Das Ganze sei als „ein positiver Beitrag für die Stadtentwicklung“ gemeint.

Fertigstellung im Jahr 2019

In dem Sinne äußerte sich auch Oberbürgermeister Gerold Rechle in einer Ansprache, in der er das vielseitige Engagement der Bank in Laupheim lobte. Denn das neue Gebäude biete nicht nur Gewerbebetrieben Raum, sondern auch drei Wohnungen, und wirke so der Wohnungsnot entgegen. Und es solle sich in das Stadtbild einpassen, stellte der Architekt Helmar Tress fest, aber doch auch einen eigenen Charakter bekommen.

Fertig soll der Bau im April oder Mai 2019 werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Aber die Frage, welches große Ankergeschäft sich künftig neu in der Mittelstraße ansiedeln werde, wurde auch bei der Gelegenheit nicht beantwortet. Dafür sei es noch zu früh.

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