„Ein Aushängeschild für Laupheim“

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Auf der Tanzfläche im Kulturhaus war immer etwas los.
Auf der Tanzfläche im Kulturhaus war immer etwas los. (Foto: Jerg Maier)
Schwäbische Zeitung
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„La dolce vita“ ist ein Film von Federico Fellini aus dem Jahr 1960. Er spielt im Milieu des italienischen Jetsets. Dessen Flüchtigkeiten liegen bodenständigen Laup-heimern fern. Freilich: Wer viel und erfolgreich arbeitet, darf auch mal feiern. Und so haben sich denn am vergangenen Samstag 222 Gäste beim „Ball der Wirtschaft“ im Kulturhaus ein paar Stunden „süßes Leben“ – so das Motto auf Deutsch – gegönnt.

Die Stadt, der Laupheimer Unternehmerkreis LUK, der Bund der Selbständigen und das Hubschraubergeschwader 64 veranstalten seit Jahren gemeinsam diesen Ball. „Es ist der schönste weit und breit“, schwärmte der BdS-Vorsitzende Roland Pecha in seiner Begrüßung und hob Laup-heims Rolle als ein Wirtschaftsmotor in der Region – mit weltweit gefragten Produkten – hervor.

Personell sei 2018 im wirtschaftlichen und politischen Leben der Stadt ein Jahr der Veränderungen, berichtete Pecha. Im Namen des Geschwaders hieß erstmals Oberstleutnant Christian Mayer, seit Oktober Kommodore des HSG 64, die Ballgäste willkommen. Seit 1. Januar steht Stefan Halder (Erwin Halder KG) an der Spitze des Unternehmerkreises; er hat Norbert Gruber (Uhlmann Pac-Systeme) abgelöst. „Wir streben künftig alle zwei Jahre einen Wechsel an“, sagte Halder der „Schwäbischen Zeitung“. Der nächste ist schon vorgezeichnet, 2020 übernimmt Volksbankchef Dieter Ulrich.

Den Anfang März scheidenden OB Rainer Kapellen habe er bei etlichen Projekten schätzen gelernt, sagte Roland Pecha. Kapellen könne überzeugend und mutig sein und für Ziele kämpfen; das habe er zum Beispiel beim Thema Carl Laemmle unter Beweis gestellt und als es um den Erhalt des Bundeswehrstandorts und Perspektiven für ein Gesundheitszentrum ging.

Auch Pechas Amtszeit als BdS-Vorsitzender neigt sich dem Ende zu. Im Herbst möchte er nach acht Jahren nicht erneut kandidieren.

Der „Ball der Wirtschaft“ sei ein Aushängeschild für die Stadt und „Ausdruck und Symbol der Stärke Laupheims und der heimischen Wirtschaft“, betonte Rainer Kapellen. Etwa acht Millionen Euro Gewerbesteuer seien bei seinem Amtsantritt geflossen, für das Jahr 2017 sei mit 44 bis 45 Millionen zu rechnen – „das ist Ihre Leistung“, sagte Kapellen an die Adresse der Unternehmen. Der städtische Schuldenberg sei von 27 auf vier Millionen Euro geschmolzen, bei Rücklagen von aktuell mehr als 40 Millionen – „wir sind also quasi schuldenfrei und haben ein Polster, was gut ist angesichts der Herausforderungen, die vor uns liegen“.

Auch bei der Bewirtung ist beim „Ball der Wirtschaft“ Teamwork Trumpf: Spyros Rantos, Thomas Rößler und ihre Mitarbeiter haben die Gäste an festlich eingedeckten Tischen – Kerzenleuchter und Mandarinen, Italien ließ grüßen – mit Antipasti, Tomatenkraftbrühe mit Basilikum-Ricotta-Klößchen, Kalbsrücken im Tramezzini-Kräutermantel und Zabaglione mit karamellisierten Apfelspalten verwöhnt. „La dolce vita“ fürwahr.

Zum Tanz spielte die Nina-Falk-Band. Die Tombola der LUK-Frauen kommt der Sprachförderung an Kindergärten und Grundschulen zugute.

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