Duell der Erfolglosen

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 Sowohl für den FV Olympia Laupheim (hinten David Stellmacher) als auch den FV Bad Schussenried geht es im Kreisderby darum, Pun
Sowohl für den FV Olympia Laupheim (hinten David Stellmacher) als auch den FV Bad Schussenried geht es im Kreisderby darum, Punkte einzufahren. Beide Vereine wollen raus aus der Abstiegszone. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

In einem weiteren Kreisderby in der Fußball-Landesliga treffen am Samstag der FV Olympia Laupheim und der FV Bad Schussenried aufeinander. Die Partie wird um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Grasigen Weg angepfiffen.

Beide Vereine haben in den vergangenen Wochen keine Bäume ausgerissen. Beide Mannschaften leiden unter Erfolglosigkeit. Ergebnis: Beide stehen mit jeweils 13 Punkten auf einem aktuellen Abstiegsplatz in der Landesliga und müssen ihre Blicke nach unten richten. „Jeder Spieler muss sich an die eigene Nase fassen und begreifen, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken“, hat Schussenrieds Trainer Daniel Amann klare Erwartungen an sein Team.

Wiedergutmachung ist angesagt

Zudem fordert der Trainer schon eine Art Wiedergutmachung für die 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten aus Trillfingen vom vergangenen Samstag. „Da waren wir über weite Strecken wieder mal zu zaghaft und haben uns zu wenig Offensivaktionen erarbeitet“, hat Amann diese Enttäuschung eingehend analysiert. Aber auch die Olympia aus Laupheim hatte eine Woche vor der Pleite der Schussenrieder das Vergnügen mit dem TSV Trillfingen und musste sich mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Zudem wurde Narciso Filho schwer verletzt. „Er sieht inzwischen wieder gut aus, ist aber noch nicht einsatzfähig“, erklärt Laupheims Trainer Hubertus Fundel. Zudem habe er sich über die Rote Karte von Dominik Ludwig sehr geärgert, der in der Bezirksliga beim Tabellenletzten Olympia II aushelfen sollte.

In Laupheim setzt man jetzt darauf, dass die zweiwöchige Pause den Spielern geholfen hat, wieder in die Spur zu kommen. „Wir haben vor allem an der Regeneration gearbeitet“, sagt Fundel. „Manchmal hilft auch mal Abschalten.“ Die Pause steht bei Schussenried erst nach dem Laupheim-Spiel an. „Die brauchen wir auch, aber was wir noch mehr brauchen sind Punkte“, stellt Daniel Amann klar. Die sollen mit einer sehr kompakten Defensive in Laupheim erarbeitet werden. „Ein Erfolgserlebnis wäre in unseres Situation Gold wert.“ Dass die Mannschaft es kann, hat sie in dieser Saison schon bewiesen. Ein Sieg beim FV Biberach und Unentschieden in Friedrichshafen und Ravensburg stehen schon zu Buche für den FV Bad Schussenried, der allerdings weiterhin nicht auf wichtige Spieler, insbesondere Stürmer, zurückgreifen kann.

Sebastian Wildenstein und Jan Dehmel sind und bleiben verletzt und werden in diesem Jahr nicht mehr für die Violetten auflaufen können. Auch in Laupheim wird über fehlende Durchschlagskraft und mangelnden Abschluss geklagt. 15 Tore in zwölf Spielen sind für einen ambitionierten Club wie Olympia Laupheim in der Landesliga zu wenig.

Chancen kreieren und nutzen

Für beide Mannschaften geht es letztlich in diesem Spiel darum, Punkte einzufahren, sich zu stabilisieren und nach und nach wieder aus der Abstiegszone zu verabschieden. Aufgrund des verfügbaren Kaders wird das der Olympia schneller zugetraut. „Sie haben auf jeden Fall Qualität und der Name Laupheim hat in der Region durchaus noch einen guten Klang“, fasst Daniel Amann zusammen. „Wir sind klarer Außenseiter, wollen aber unsere Chance nutzen.“ Fundel hofft dagegen, dass sein Team trotz fehlender verletzter Stammspieler wie Alexander Schrode die eine oder andere gute Chance kreiert und dann auch zum erfolgreichen Abschluss kommt. „Dann werden wir das Spiel auch gewinnen“, so Fundel.

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