„Du hast uns die Weltkirche näher gebracht“

Lesedauer: 4 Min

Mit herzlichen Worten und guten Wünschen haben Laupheims Katholiken Pfarrer Justin Antonysamy verabschiedet.
Mit herzlichen Worten und guten Wünschen haben Laupheims Katholiken Pfarrer Justin Antonysamy verabschiedet. (Foto: Diana Hofmann)

Mit einem Gottesdienst und anschließendem Stehempfang hat die katholische Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus am Sonntag ihren Vikar, Pfarrer Justin Antonysamy, verabschiedet.

988 Tage, so hat der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Albert Diesch, ausgerechnet, hat der aus dem indischen Bundesstaat Tamil Nadu stammende Priester in Laupheim und Baustetten gewirkt. Weltkirchliche Erfahrungen zu sammeln sei sein Anliegen zu Beginn gewesen, so Diesch in seinem Dankeswort: „Mit deiner Freundlichkeit hast du uns diese Weltkirche näher gebracht.“ Es werde immer wichtiger, dass Christen über Grenzen hinweg zueinander finden.

Diesch dankte Pfarrer Justin für die gemeinsame wertvolle Zeit, die er in der Kirchengemeinde verbracht hat. Nach abgeschlossener Ausbildung steht nun die Promotion in Tübingen an, parallel dazu wird er zum 1. Februar seine Tätigkeit in der Seelsorgeeinheit Aidlingen-Ehingen-Gärtringen aufnehmen. Auf die Promotion weist auch das Abschiedsgeschenk der Laupheimer hin: Füller und Tinte. Denn, so Diesch: „Mit dem richtigen Werkzeug lassen sich neue Aufgaben leichter meistern.“

Zu Beginn sei es schon ein Sprung ins kalte Wasser gewesen, gestand Pfarrer Justin in seiner Dankesrede. Alles sei neu gewesen: Sprache, Kultur, die Menschen, das Essen und vieles mehr: „Aber ich habe schwimmen gelernt.“ Er dankte allen, die ihm in den vergangenen zweieinhalb Jahren dabei geholfen haben: von den Mitbrüdern und den Schwestern im Dreifaltigkeitskloster, wo er die erste Zeit wohnte, über Gemeindereferentin, Mesnerinnen und Mesner, Kirchenmusikerin, Pfarramtssekretärinnen, Kirchenpfleger und zweitem Vorsitzenden des Kirchengemeinderats bis hin zu den Ministranten und den ehrenamtlichen liturgischen Diensten. Drei davon hob er besonders hervor: Pfarrer Alexander Hermann, der ihn „mit brüderlicher Sorge“ aufgenommen und ein offenes Ohr für seine Fragen gehabt habe; seinen Deutschlehrer Joachim Kawka, von dem er Nächstenliebe und Anerkennung habe erfahren dürfen; und den Mesner Karl-Josef Rief, der ihm Abläufe geduldig auch mehrmals erklärt und ihm so Sicherheit und Vertrauen gegeben habe. Dankbar sei er auch für jeden Gottesdienst, den er mit den Gläubigen feiern durfte. „Denn jede Feier stärkte auch meinen Glauben.“

Im Anschluss an die Reden nutzten viele Laupheimer Katholiken die Gelegenheit, dem scheidenden Vikar persönlich „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Am Abend zuvor taten dies die Baustetter nach der Vorabendmesse.

Nachfolger kommt aus Ghana

In einer humorvollen Rede lobte Peter Hensler Pfarrer Justin dafür, wie er sich mit dem Schwäbischen arrangiert habe, und wünschte ihm für seine neuen Aufgaben viel Erfolg. Justin Antonysamys Nachfolger im Amt heißt Andrew Owuso und kommt aus Ghana.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen