Diese Laupheimer Schüler treffen einen der Väter des Internets

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Vier Männer für ein Gruppenbild aufgereiht
Drei Nachwuchsforscher und ein Nobelpreisträger: (von links) Jonas Münz, Vinton G. Cerf, Jakob Rehberger und Robin Schönegg in Lindau. (Foto: SFZ)
Schwäbische Zeitung

Den Nobelpreis haben sie zwar noch nicht, seit einigen Wochen aber den Bundessieg von „Jugend forscht“ in der Tasche. Jonas Münz und Jakob Rehberger, Nachwuchsforscher am Schülerforschungszentrum (SFZ) Ulm und im Alltag Schüler der Kilian-von-Steiner-Schule in Laupheim, durften vergangenes Wochenende gemeinsam mit 18 Nobelpreisträgern am Abschlussausflug auf den Bodensee im Rahmen der 69. Nobelpreisträgertagung in Lindau teilnehmen.

Die gemeinsame Tagung, an der insgesamt 580 junge Wissenschaftler und 39 Nobelpreisträger teilgenommen haben, dient dazu, renommierte Wissenschaftler mit Nachwuchsforschern zusammenzubringen. Dabei sollen Berührungsängste der Nachwuchsforscher abgebaut, aber auch junge und unkonventionelle Denkansätze an die Nobelpreisträger herangetragen werden. Eine Veranstaltung, von der beide Seiten profitieren.

Das ist schon etwas besonders, wenn man sich als Schüler einfach mal so mit Vinton G. Cerf unterhalten kann. Jakob Münz

Jonas Münz und Jakob Rehberger zeigten sich begeistert von der Veranstaltung, heißt es in einer Pressemitteilung des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg.

„Das ist schon etwas besonders, wenn man sich als Schüler einfach mal so mit Vinton G. Cerf unterhalten kann“, sagt Jakob Münz. Der US-amerikanische Informatiker gilt als einer der „Väter des Internets“ und ist mit fast allen hochkarätigen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet worden.

Erinnerungsfoto gemacht

Die technikbegeisterten Jugendlichen hat Cerf motiviert, am Ball zu bleiben und ihre Interessen konsequent zu verfolgen. Für ein Erinnerungsfoto mit den beiden Nachwuchstechnikern aus Laupheim sowie Robin Schönegg, ebenfalls SFZ-Schüler und diesjähriger Landessieger bei „Jugend forscht“, hat er gerne posiert.

Jonas Münz und Jakob Rehberger haben eine Maschine entwickelt, mit der sie scharfe Kanten und winzige Verunreinigungen an Titanschrauben von Knochenimplantaten entfernen können. Das gelingt mit der Hilfe von Ultraschallwellen in wässriger Lösung.

Eine Sonotrode, ein Werkzeug, das einen sieben Millimeter starken hochfrequen- ten Strahl auf einen Teller mit Titanschrauben richtet, entgratet die Unebenheiten. Das Besondere daran ist, dass die Jungforscher ein neues Verfahren entwickelt haben, um ans Ziel zu gelangen.

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