Diese Bilder haben den Urlaubsfotowettbewerb der „SZ Laupheim“ gewonnen

Lesedauer: 6 Min
Zwei Silhouttenn von Kindern vor einem Bergpanorama
Mit dieser Aufnahme hat Beate Hensinger aus Laupheim den Urlaubsfotowettbewerb der „Schwäbischen Zeitung Laupheim“ gewonnen. (Foto: Hensinger)
Schwäbische Zeitung

Die Entscheidung der Jury ist schnell und einstimmig gefallen: Beate Hensinger aus Laupheim hat den Urlaubsfotowettbewerb 2019 der „Schwäbischen Zeitung“ und damit vier Karten für den Europapark in Rust gewonnen, gesponsert vom Reisebüro „Bottenschein Reisen“. Das Siegerfoto zeigt ihre beiden Söhne Felix und Tim, die auf der Kaltenberghütte am Arlberg die Abendstimmung genießen, und wurde unmittelbar nach einem Regenschauer aufgenommen.

Die Vorhänge waren zugezogen, das Licht in der Redaktion ausgeschaltet, damit die Fotos auf dem Computerbildschirm ihre volle Wirkung entfalten konnten. Die Jury tagte in diesem Jahr zu dritt: Mit dabei waren Otto Marx, Mitglied im Laupheimer Fotokreis und Organisator der Internationalen Laupheimer Fototage, Janina Dominkovic vom Reisebüro „Bottenschein Reisen“ und SZ-Volontär Christoph Dierking. Sie bewerteten die eingesandten Fotos nach technischen Kriterien wie Bildaufbau, Licht und Schärfe. Entscheidend für die Beurteilung war nicht zuletzt auch die Motivwahl: Welche Alleinstellungsmerkmale haben die Fotos? Gibt es Überraschungsmomente? Inwieweit vermitteln sie Urlaubsstimmung? Dies waren Fragen, mit denen sich die Juroren beschäftigten.

Die beiden Kinder, die in die Ferne schauen, machen das Bild interessant und besonders.

Janina Dominkovic über das Siegerfoto

Insgesamt hatten in diesem Jahr 39 Urlauber aus Laupheim und den umliegenden Gemeinden ihre Schnappschüsse eingesandt. In einem ersten Durchgang sichtete die Jury alle Werke, um sich einen Überblick zu verschaffen. Im zweiten Durchgang ermittelte sie die Fotos, die für die vorderen Plätze infrage kamen. Und im dritten und letzten Durchgang kürte sie schließlich aus acht verbliebenen Aufnahmen den Gewinner.

„Technisch ist das Siegerfoto gut umgesetzt“, sagte Otto Marx, der im Laufe der Jahre schon in diversen Fotojurys gesessen hat. Ins Gegenlicht zu fotografieren, das sei alles andere als einfach, aber in diesem Fall hervorragend gelungen. Janina Dominkovic ergänzte: „Die beiden Kinder, die in die Ferne schauen, machen das Bild interessant und besonders.“ Und Christoph Dierking hob die gelungene Bildaufteilung hervor: „Vorder- und Hintergrund setzen sich optimal voneinander ab.“ In der Jury herrschte Einigkeit, es bedurfte keiner Diskussion und die Entscheidung war schnell gefallen.

 Diese Aufnahme hat Noah Grießer aus Burgrieden am Pragser Wildsee in den Dolomiten gemacht – und damit beim Urlaubsfotowettbewe
Diese Aufnahme hat Noah Grießer aus Burgrieden am Pragser Wildsee in den Dolomiten gemacht – und damit beim Urlaubsfotowettbewerb der SZ den zweiten Preis gewonnen. (Foto: Grießer)

Ähnlich verhielt es sich mit dem zweiten Platz: Das Bild zeigt ein Paar in einem Ruderboot an einem verregneten Urlaubstag. Noah Grießer aus Burgrieden hat es am Pragser Wildsee in den Dolomiten aufgenommen und damit einen Gutschein im Wert von 100 Euro für das Reisebüro „Bottenschein Reisen“ gewonnen. Die Jury lobte die gelungene Beleuchtung, die friedliche Stimmung, die das Bild vermittelt, und zugleich die Dynamik, die von den Wellen im Wasser ausgeht. Dominkovic betonte: „Der bunte Regenschirm wertet das Bild zusätzlich auf.“ Und Marx fügte hinzu: „Wenn das Boot hinter dem Zweig verschwunden wäre, hätte dies die Bildkomposition durcheinandergebracht. Insofern hat der Fotograf gerade noch einmal Glück gehabt.“

 Diana Dohmen hat ihre Schwester im Sonnenblumenfeld fotografiert. Diese Aufnahme würdigte die Jury mit dem dritten Platz.
Diana Dohmen hat ihre Schwester im Sonnenblumenfeld fotografiert. Diese Aufnahme würdigte die Jury mit dem dritten Platz. (Foto: Dohmen)

Den dritten Platz belegt Diana Dohmen aus Achstetten, die ihre Schwester Marlene in einem Sonnenblumenfeld fotografiert hat. „Wir waren in den Sommerferien abends spazieren, weil wir die tief stehende Abendsonne genießen wollten“ – mit diesen Worten beschreibt Dohmen die Entstehungsgeschichte des Bildes. Die Lichtstimmung ist auch das, was der Jury besonders positiv aufgefallen ist: „Das Spiel mit Licht und Schatten funktioniert super“, sagte Dierking. „Die Art, wie die Haare fallen, bringt Dynamik und Offenheit ins Bild“, erklärte Dominkovic. „Schön ist die Unschärfe im Hintergrund“, sagte Marx. Der dritte Platz wird mit einem Reisegutschein in Höhe von 50 Euro gewürdigt.

Besondere Wolkenformen

Länger diskutierte die Jury bei der Ermittlung des vierten Platzes, für den es zwei Freikarten für die nächste Multivisionsschau im Kulturhaus gibt, die der Laupheimer Fotokreis organisiert. Schließlich entschieden sich Marx, Dominkovic und Dierking für ein Panorama-Foto von Christian Scheffold: Aufgenommen hat der Laupheimer das Bild während einer Wanderung, ganz in der Nähe des österreichischen Dorfes Ebnit bei Dornbirn. Die Juroren zögerten zunächst, weil der Vordergrund abgeschnitten ist. Aber im direkten Vergleich hob sich das Foto insgesamt von den anderen Einsendungen ab: etwa durch die besondere Form der Wolken im Hintergrund und die beiden Menschen, die im Gras sitzen und in die Ferne blicken.

 Der vierte Platz geht an Christian Scheffold: Er war in der Nähe des österreichischen Dorfes Ebnit bei Dornbirn auf Wandertour.
Der vierte Platz geht an Christian Scheffold: Er war in der Nähe des österreichischen Dorfes Ebnit bei Dornbirn auf Wandertour. (Foto: Scheffold)

Worauf die Teilnehmer, die leer ausgegangen sind, im nächsten Jahr achten sollten? Foto-Experte Marx hatte nach der Beurteilung einen Tipp parat: „Wichtig ist es, mit dem Bildmotiv zu überraschen“, sagte er. „Sonnenuntergänge und Menschen, die in Luft springen, bekommen wir immer wieder zu sehen.“

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen