Diese 86 Schüler des Carl-Laemmle-Gymnasiums Laupheim haben ihre Abitur-Zeugnisse erhalten

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 Jetzt geht’s hinaus in die Welt. Mit einem Gruppenfoto vor der Kulisse von Schloss Großlaupheim haben die CLG-Abiturienten Absc
Jetzt geht’s hinaus in die Welt. Mit einem Gruppenfoto vor der Kulisse von Schloss Großlaupheim haben die CLG-Abiturienten Abschied von der Schule genommen. (Foto: privat)
Sonja Niederer

„Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp“: Unter diesem Motto haben die vier Abschlussklassen des Carl-Laemmle-Gymnasiums am Donnerstag im Kulturhaus ihr Abitur gefeiert. Als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,0 erhielt Lara Frankenhauser den Dr. Hertha Einstein-Nathorff-Preis.

Mit einem kurzen Rückblick auf die 150-jährige Geschichte des Gymnasiums begann Schulleiterin Petra Braun ihre Begrüßungsrede. Die junge aufstrebende Stadt Laupheim habe damals ein zukunftsweisendes Zeichen setzen wollen, um den Kindern alle Möglichkeiten zu geben, sich auf eine wissenschaftliche Bildung vorzubereiten. Mit der Gründung einer Lateinschule im Jahr 1869 habe alles angefangen. Die Bezeichnung Gymnasium sei erst viel später gekommen, und seit 25 Jahren trage die Schule den Namen von Carl Laemmle. Das Abitur in Laupheim abzulegen, sei heute selbstverständlich. Vor 50 Jahren sei dies aber noch etwas ganz Neues gewesen, erinnerte Braun.

An dem Motto „Abikropolis – Die Götter verlassen den Olymp“ könne man sehen, dass das Abitur – zumindest in dem einen oder anderen Fach – eine Herkulesarbeit dargestellt habe, so die Schulleiterin. Sich selbst als Götter zu bezeichnen, zeuge andererseits durchaus vom Selbstbewusstsein der Abiturienten.

Dank auch den „Göttermeistern“

Petra Brauns Dank galt auch dem Kollegium. „Denn die Göttermeister haben euch mit Geduld und Engagement begleitet, mit euch gezittert, sich mit euch gefreut und euch mit euren Eltern zusammen unterstützt.“ Jetzt gingen die Abiturienten in eine Welt voller Möglichkeiten, mit einer kaum überschaubaren Vielzahl an Wegen, die nun offenstünden. „Das eigentliche Abenteuer bei dem, was vor euch liegt, besteht darin, selbst zu denken, zu fragen, zu entscheiden, kritisch zu hinterfragen. Wie Carl Laemmle Mitmenschlichkeit zu zeigen, das Miteinander gegen alle Widerstände zu versuchen und nach dem Hinfallen wieder aufzustehen. Für euren Weg wünschen wir euch alles Gute.“

Anlässlich des Doppeljubiläums 150 Jahre Schule und 150 Jahre Stadt Laupheim ließ es sich auch OB Gerold Rechle nicht nehmen, den Abiturienten seine Glückwünsche auszusprechen. „Mit der heutigen Zeugnisübergabe haben Sie etwas geschafft, auf das Sie stolz sein können“, gratulierte er. Stolz sei er auch auf das Carl-Laemmle-Gymnasium. Am CLG würden nicht nur Lerninhalte ausgesprochen erfolgreich vermittelt; die Schule habe auch ein sehr gutes Händchen dafür, ihre Schüler zu mündigen Staatsbürgern und Mitgliedern der Stadtgemeinschaft auszubilden. „Diese Eigenschaften, verbunden mit einer ordentlichen Portion Zivilcourage, sind für Sie und Ihren weiteren Lebensweg, aber auch für unser Gemeinwesen von zentraler Bedeutung.“

„Vergesst nicht, glücklich zu sein“

„Wir haben gekämpft, uns durchgebissen, und letztendlich haben wir es alle geschafft“, sagte Linda Herrmann im Namen der Absolventen. „Was jetzt beginnt, ist etwas Neues, Ungewisses. Wir müssen neue Wege gehen. Wohin diese führen, weiß noch keiner.“ Wichtig bei all dem sei, die Kindheit und Jugendzeit nicht zu verlieren. „Denn diese hat uns zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.“ An ihre Mitabiturienten gerichtet sagte Linda Herrmann: „Jeder ist seines Glückes eigener Schmied. Holt das Beste heraus, aber vergesst nicht, glücklich zu sein.“

Ihr Vater Rolf Herrmann bedankte sich im Namen der Eltern beim Lehrerkollegium. „Mit viel Leidenschaft, Einsatz, aber auch dem nötigen Humor haben Sie die Schüler geformt. Sie haben sie mit dem nötigen Rüstzeug für die Zukunft ausgestattet.“ Den Schülern wünschte er „alles erdenklich Gute, stets den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht.“

Preise und Belobigungen

Der Gesamtnotendurchschnitt der 86 Abiturienten am CLG liegt bei 2,3.

Den Dr. Hertha Einstein-Nathorff-Preis erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,0 Lara Frankenhauser. Weitere Preise für einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,4 gingen an Lara Frankenhauser, Jonas Riedesser, Marcus Linder, Leonie Kammerer, Nadja Ruf, Annalena Scherer, Stefanie Seeburger und Cornelia Roth. Über eine Belobigung (mit einem Schnitt von 1,5 bis 1,8) durften sich Blanca Asfara, Nurbanu Özmen, Svenja Brandt, Viviane Lebrecht, Ann-Kathrin Bommer, Sophia Joos, Moritz Mangold, Emily Bone, Lisa Sprenz, Lukas Mohl und Jessica Reichert freuen.

Den Preis für herausragende Leistungen im Fach Mathematik und den Ferry-Porsche-Preis (Mathe und Physik) erhielt Jonas Riedesser. Manuel Bogenrieder und Annalena Scherer bekamen den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft zuerkannt. Annalena Scherer erhielt zudem in den Naturwissenschaften den Preis der IHK und den Rentschler-Preis.

Mit dem Kunstpreis der Agnes & Alex-Wetzel-Stiftung wurde Benjamin Szabo ausgezeichnet. Jonas Riedesser erhielt den von Südwestmetall ausgelobten Wirtschaftspreis, Markus Linder den Wirtschaftspreis vom Verein für Sozialpolitik.

Den Scheffel-Preis für sehr gute Leistungen in Deutsch erhielt Lara Frankenhauser. Nadja Ruf bekam den Geschichtspreis des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Laupheim.

Die vom Lions Club Laupheim gestifteten Fremdsprachenpreise gingen an Blanca Asfara (Englisch), Leonie Kammerer (Französisch) und Lara Frankenhauser (Spanisch).

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