„Die Sprache der Musik verbindet Völker“

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Im zweiten Konzertteil füllten beide Orchester die Bühne – hier unter dem Dirigat von Petr Hemmer.
Im zweiten Konzertteil füllten beide Orchester die Bühne – hier unter dem Dirigat von Petr Hemmer. (Foto: Angelika Gretzinger)
Angelika Gretzinger

Zum Abschluss des Besuches der ZUŠ Band Horni Slavkov aus Tschechien an der Musikschule Gregorianum Laupheim haben die Jugendlichen aus der Nähe von Karlsbad und das Musikschulorchester Laupheim am Samstagabend die Zuhörer in der Aula des Carl-Laemmle-Gymnasiums mit einem deutsch-tschechischen Gemeinschaftskonzert erfreut.

„Die Sprache der Musik verbindet Völker“, fasste Musikschulleiter Richard Brenner die Freundschaft der beiden Orchester zusammen. Er hoffe, dass diese noch lange Bestand habe und es auch in Zukunft weitere gegenseitige Besuche geben werde. Die Laupheimer Schüler seien von ihrem Besuch in Horni Slavkov im vergangenen Jahr hellauf begeistert gewesen. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder miteinander kommunizieren und gemeinsam etwas unternehmen können“, stimmte ihm Petr Hemmer, Organisator des Austausches, zu.

Zu Beginn des Konzertes stand die ZUŠ Band Horni Slavkov unter der Leitung von Marek Rothbauer auf der Bühne. Die rund 40 Mitglieder der Band überzeugten mit Können, viel Wärme und viel Herzlichkeit. Das Publikum bekam neben bekannten Songs aus dem englischsprachigen Raum auch mehrere tschechische Volkslieder zu hören. „Auch wenn wir die Texte nicht verstanden haben, wir haben gespürt, was sie aussagen“, sprach Brenner den zahlreich erschienenen Zuhörern aus dem Herzen. Vor allem die Solisten der Band überzeugten mit herausragendem Können. Ob Gesang oder Blasinstrument, ihr Spiel war geprägt von Leidenschaft und Energie.

Nach einer kurzen Pause versammelten sich rund 70 Musikerinnen und Musiker auf der Bühne. Gemeinsam musizierten die Jugendlichen aus Tschechien mit dem Musikschulorchester Laupheim. Unter dem wechselnden Dirigat von Petr Hemmer und seinem tschechischen Kollegen Marek Rothbauer entführte das grenzübergreifende Orchester das Publikum in die Welt der Filmmusik. Ihr Lieblingswerk sei dabei „Mission Impossible“, verrieten die Akteure. Schwungvoll und mitreißend führten sie dieses auf. Die Zuschauer blickten in fröhliche Gesichter, denen man die Freude am gemeinsamen Spiel ansah. Doch auch bei leiseren Tönen und gefühlvollen Passagen zeigten die Jugendlichen, wieviel Ausdruck und Leidenschaft in Musik stecken kann.

OB Rechle als Komponist?

Nach dem Ende des fast zweistündigen Gemeinschaftskonzertes klang der Abend für die jungen Musikerinnen und Musiker noch in der Musikschule Gregorianum aus. Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von liebgewonnenen Freunden. Für den nächsten Besuch in Deutschland hatte Richard Brenner noch eine Spezialaufgabe für Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle parat. Dieser müsse bis dahin ein Stück komponieren, denn schließlich habe die Band aus Horni Slavkov mit „Magdalena“ ein Werk vorgetragen, dass von ihrem stellvertretenden Bürgermeister komponiert wurde.

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