Die Jugend rockt das Kulturhaus

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Der Nachwuchs der Stadtkapelle begeisterte das Publikum im Kulturhaus.
Der Nachwuchs der Stadtkapelle begeisterte das Publikum im Kulturhaus. (Foto: Sonja Niederer)
Sonja Niederer

Im vergangenen Jahr feierte die Stadtkapelle Laupheim das 90-jährige Bestehen. Ihr diesjähriges Herbstkonzert am Samstagabend im Kulturhaus zeigte, dass man sich auch zumindest in den kommenden Jahren keine Sorgen um den Fortbestand dieser Kapelle machen muss. Zum ersten Mal wurde das ganze Programm unter dem Motto „Alarm im Kulturhaus: Die Stadtkapellen-Jugend rockt das Herbstkonzert“ von den verschiedenen Kinder- und Jugendensembles der Stadtkapelle gestaltet. Auch die Moderation des Abends lag ganz in den Händen der Jugend, nämlich in denen von Moritz Löffler, der seine Aufgabe souverän meisterte. Begeistert hörten die Gäste, darunter Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten und Geschwisterkinder dem abwechslungsreichen Programm zu und sparten nicht mit Applaus.

Sicher noch nie sind sie vor so großem Publikum aufgetreten, die rund 40 Flötenkids der Stadtkapelle im Alter von fünf bis acht Jahren.

Dafür zeigten sie kaum Nervosität und erfreuten die Besucher begleitet von einer kleinen Band mit einem fetzigen Flöten-Kids-Rock, der von Rustam Keil arrangiert worden war. Er dirigierte die jungen Musikerinnen und Musiker auch und war sehr zufrieden. „Das war echt klasse“, lobte er.

Fetzige Rhythmen präsentierte auch das sehr gut aufeinander eingespielte Schlagzeug Ensemble, ließ die Trommelstöcke und Xylophonschlägel nur so wirbeln und begeisterte mit mitreißenden Salsaklängen. Das Publikum hätte gerne noch mehr gehört von dem Sextett, wie der begeisterte Beifall zeigte.

Aber auch die nächsten jungen Musikerinnen und Musiker standen schon in den Startlöchern. Nach kurzer Umbauphase waren die Brasskids der Stadtkapelle und der Musikschule Gregorianum an der Reihe. Hier musizieren Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren. Sie erfreuten die Besucher etwa mit „Olympic Spirit“ von John Williams, einem bekannten Filmmusikkomponisten und zeigten sich unter Leitung von Joseph Hayd sehr konzentriert. Spannungsgeladene Musik folgte mit dem Stück „A Sailers Adventure“, bei dem der Kampf eines Seemanns gegen die wilde See musikalisch bestens interpretierte wurde. Frank Schneider, der Stadtkapellenvorsitzende, zeigte sich sehr stolz auf die Entwicklung der Brasskids. Angefangen habe alles mit sieben Musikern, und heute fast 30-köpfig, spielten dieses Vororchester auf „hervorragendem Niveau“. Er dankte allen Musiklehrern, die es immer wieder schafften, die Kinder zu motivieren.

Abschied für Joseph Hayd

Sein Dank galt auch Dirigent Joseph Hayd, der das Orchester in den letzten drei Jahren geformt habe. Dieser wurde an diesem Abend verabschiedet. Es konnte aber gleich seine Nachfolgerin Simone Schuster begrüßt werden, der mit dem ersten Stück unter ihrer Leitung, „Shut up and dance“ ein guter Einstieg gelang.

Zum Abschluss des rund eineinhalbstündigen Konzertes hinterließ auch das Jugendorchester der Stadtkapelle und der Musikschule etwa mit der „Free World Fantasy“ des Komponisten Jacob de Haan einen sehr hervorragenden Eindruck. Viele Füße der Zuhörer wippten bei den weiteren rhythmischen Stücken „Havana“ und „ Despacito“ mit, es wurde mitgeklatscht und einzelne Bravo-Rufe waren zu hören. Die Jugendlichen zeigten, dass sie es sich auf jeden Fall verdient haben, schon zwei Mal zum besten Jugendorchester des Landkreises gewählt worden zu sein. Rustam Keil nutzte den Konzertabend und dankte für „die sehr gute Kooperation mit der städtischen Musikschule“ bei der Ausbildung der jungen Musikerinnen und Musiker.

Zum Abschluss gesellten sich die Brasskids zum Jugendorchester und gemeinsam rockten sie bei den Zugaben „Born to be wild“ und „ Smoke on the water“ nochmal los.

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