Die Freude wird spürbar

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Schwäbische Zeitung
Angelika Gretzinger

Die Markthalle der Volksbank Raiffeisenbank Laup-heim-Illertal hat sich am Freitagabend in einen Konzertplatz verwandelt. Zum Abschluss des 9. Laupheimer Musikwettbewerbs hatte die Bank zum Preisträgerkonzert geladen. 25 Ensembles, die einen 1. Preis erreicht hatten, durften noch einmal ihr Können vor gut 200 Zuhörern zeigen. Viel Applaus und die anschließende Preisverleihung belohnten sie für ihren Fleiß und ihren Mut.

„Ich habe das große Los gezogen von allen, die heute irgendwo die Stadt Laupheim repräsentieren dürfen“, erklärte die ehrenamtliche Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, Karin Meyer-Barthold. Dies sei sicher mit Abstand der beste Abend und was sie gehört habe, gehe richtig ans Herz. „Die ganze Stadt freut sich auf diesen Wettbewerb, bei dem nicht nur Können, sondern auch richtig Spaß drinsteckt“, lobte sie die Kinder und Jugendlichen in ihrem Grußwort.

Bereits zu Beginn des Abends hatte Dieter Ulrich, Vorstandsvorsitzender der VR Laupheim-Illertal, die Bedeutung des Wettbewerbs hervorgehoben. „Was einer nicht schafft, dass schaffen viele“, dies sei nicht nur das Motto der Genossenschaftsgründer der heutigen Bank gewesen, sondern passe auch gut als Motto für den Laupheimer Musikwettbewerb. Dieser war auch in diesem Jahr wieder für Ensembles zwischen zwei und acht Mitgliedern ausgeschrieben worden.

Getreu dem Motto sah man gut gelaunte und stolze Akteure auf der Bühne. „Jeder, der mitgemacht hat, ist von vornherein ein Gewinner“, erklärte Musikschulleiter Richard Brenner. Sicher könne man fragen, ob man so einem Wettbewerb brauche, wo es schon genug Stress und Leistungsdruck in der Schule gebe. Aber dafür spreche, dass bereits in der Vorbereitung auf den Wettbewerb Freundschaften entstanden seien. Zudem sei allein durch das verstärkte Üben schon eine intensivere Beziehung zum eigenen Instrument aufgebaut worden.

Vertreten war eine Vielzahl von Instrumenten durch alle Altersklassen hinweg. Die Zuschauer hörten viele klassische Darbietungen, aber auch Poppiges und Volksweisen. Gerade diese Streuung von Klassik bis in den Unterhaltungsbereich in den verschiedensten Ensemblebesetzungen habe der Jury eine Bewertung nicht leicht gemacht, erklärte Brenner. Wichtig sei neben dem fachlichen Können auch, dass der Funke aufs Publikum überspringe. Und dieser Funke sprang am Freitagabend eindeutig über. „Wenn ihr wüsstet, wie stolz alle sind, dann würdet ihr gleich nochmal auftreten“, lobte Karin Meyer-Barthold. Sie habe nur zufriedene Gesichter gesehen. Es lohne sich, ein Instrument zu spielen. „Da musste der eine oder andere vor Rührung schon ein Taschentuch herausholen“, gab sie die Gefühle des Publikums wieder.

Preise für alle

Belohnt wurden die Kinder und Jugendlichen bei der anschließenden Preisverleihung. Für die 1. Preisträger geht es im kommenden Sommer nach Stuttgart zu einem Besuch des Musicals „Der Glöckner von Notre Dame“. Alle anderen Teilnehmer erhielten Einkaufsgutscheine.

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