Die Auszeichnung rührt Stefan Arndt zu Tränen

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 Stefan Arndt hält die Laemmle-Trophäe in Händen. Mit dem Preisträger freuen sich (von links) Alexander Thies, Vorstandsvorsitze
Stefan Arndt hält die Laemmle-Trophäe in Händen. Mit dem Preisträger freuen sich (von links) Alexander Thies, Vorstandsvorsitzender der Produzentenallianz, der Jury-Vorsitzende Martin Moszkowicz, Laupheims Oberbürgermeister Gerold Rechle, der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und Christoph Palmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Produzentenallianz. (Foto: Bernd Baur)

Zu Tränen gerührt und vom Publikum bejubelt hat Stefan Arndt am Freitagabend den Carl-Laemmle-Produzentenpreis 2019 in Händen gehalten. Die Auszeichnung sei extrem wichtig, sagte der 57-jährige Wahlberliner vor rund 450 Gästen im Kulturhaus, denn in Deutschland gebe es sonst keine Ehrung für einen Filmproduzenten. Mit der mit 40 000 Euro dotierten Auszeichnung würdigen die Allianz deutscher Film- und Fernsehproduzenten und die Stadt Laupheim sein bisheriges Lebenswerk.

Der Jury-Vorsitzende Martin Moszkowicz nannte den Preisträger einen kreativen Kopf par excellence. Arndt sei ein Nonkonformist mit untrüglichem Gespür für Talent und Qualität und „ein wahres Vorbild für die nächste Produzenten-Generation“. Klaus Wowereit, früherer Regierender Bürgermeister von Berlin, sagte in seiner Laudatio, Stefan Arndts Lebensweg und Schaffen hätten ihn zu einem Großen der deutschen und internationalen Filmwirtschaft gemacht.

Arndt hat Filme wie „Lola rennt“, „Das weiße Band“, „Good-bye Lenin“ und „Cloud Atlas“ realisiert. Zuletzt war seine im Fernsehen ausgestrahlte Serie „Babylon Berlin“ in aller Munde.

Erstmals wurde dieses Jahr anlässlich des Carl-Laemmle-Produzentenpreises auch ein Schülerfilmpreis verliehen. Das Leitthema lautete „Sozial sein“. Gewonnen haben Julia Huynh und Caprice Osswald; sie besuchen die zehnte Klasse am Carl-Laemmle-Gymnasium und haben einen fünfminütigen Streifen über Mobbing gedreht. Überglücklich hielten die beiden ihre Trophäe in Händen, eine vergoldete Miniatur der von Tobias Wedler geschaffenen, vor dem Kulturhaus aufgestellten Skulptur des Hollywood-Pioniers. Baden-Württembergs Minister für Justiz und Europaangelegenheiten, Guido Wolf, verlieh in seiner Laudatio auf die beiden Schülerinnen seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit dem Schülerfilmpreis ein Laemmle-Fieber in dessen Geburtsstadt Laupheim erzeugt werden könne.

Die Gala im Kulturhaus mit rotem Teppich und Buffet war auch dieses Jahr ein rauschendes Fest.

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