Die Abrissbirne tritt in Aktion

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Grüne Brache: Zwischen der Biberacher Straße (am unteren Bildrand), der Mittelstraße (links) und der Rabenstraße (rechts) erstre
Grüne Brache: Zwischen der Biberacher Straße (am unteren Bildrand), der Mittelstraße (links) und der Rabenstraße (rechts) erstre (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die letzte Stunde des „Raben“ naht: Mitte der Woche tritt die Abrissbirne in Aktion. Die Stadt bricht das Gasthaus, den legendären Rabensaal und das Gebäude Rabenstraße 60 wie angekündigt ab und legt auf dem Areal zunächst 60 provisorische Autostellplätze an.

Von unserem Redakteur Roland Ray 

Die „Operation Abriss“ ist bereits im Gang: Arbeiter räumen die Gebäude aus. Am Mittwoch wird die Wasser- und Stromversorgung gekappt, dann sinken die ehemalige Gaststätte, das Nachbargebäude und der in den 1920er-Jahren von Kolping-Mitgliedern errichtete Rabensaal, lange Zeit die größte Lokalität im Oberamtsbezirk Laupheim, in Schutt und Asche.

Auf der frei werdenden Fläche richtet die Stadt Stellplätze ein, als Ersatz für Parkmöglichkeiten, die durch den Schulneubau für Gymnasium und Realschule verloren gehen. Wenn das Wetter halbwegs mitspielt, soll das Park-Provisorium an der Rabenstraße bis spätestens Mitte Dezember fertig sein, verspricht Bürgermeister Rainer Kapellen.

Unterdessen stellt die Verwaltung weitere Weichen für die Bebauung des benachbarten Rupf-Areals. Der Gemeinderat hat dem Verkauf von etwa 4100 Quadratmeter Boden an den Investor Dünkel aus Schemmerhofen zugestimmt. Das ist etwa die Hälfte der Fläche, die die Dünkel-Firma Activ-Immobilien für ihr Vorhaben entlang der Biberacher Straße benötigt; die andere Hälfte kommt von einer Erbengemeinschaft.

Dünkel investiert 10 Millionen

Wie berichtet, will Activ-Immobilien rund zehn Millionen Euro investieren. Das Konzept für das Rupf-Areal sieht ein ASB-Seniorenzentrum mit 50 Pflegeplätzen und acht betreuten Seniorenwohnungen, einen Norma- und einen Rewe-Markt, ein Gastronomie- und Bürogebäude sowie einen Platz zum Parken und Verweilen vor. Das Baugesuch ist im Genehmigungsverfahren. Im Februar oder März soll Spatenstich sein.

Das vor Kurzem von der Stadt erworbene Anwesen Biberacher Straße 9 ist bisher nicht Bestandteil des Dünkel-Konzepts. Die Stadt will es öffentlich zum Verkauf ausschreiben.

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