Deutsch eröffnet am Mittwoch die Prüfungen fürs Abitur

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Abitur 2018: Diese Fensteraufschrift im CLG zeigt symbolhaft an, dass Prüfungen jetzt den Schultag bestimmen.
Abitur 2018: Diese Fensteraufschrift im CLG zeigt symbolhaft an, dass Prüfungen jetzt den Schultag bestimmen. (Foto: Axel Pries)

Für 67 Schülerinnen und Schüler des Carl-Laemmle-Gymnasiums in Laupheim findet heute kein gewöhnlicher Schultag statt – aber ein sehr anstrengender: der Auftakt der Abiturprüfungen mit dem Fach Deutsch. So wie ihnen geht es dann 33 500 weiteren Abiturienten an allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg. Dann sind fast 20 000 Abiturienten an beruflichen Gymnasien schon mittendrin.

„Ich drücke allen angehenden Abiturientinnen und Abiturienten fest die Daumen“, lässt dazu die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann verlauten. Und nicht nur die Abiturprüfung verlangt Jugendlichen in der Region dieser Tage viel ab: Auch an anderen Schulen wird Wissen zum Abschluss abgefragt – wobei eine Prüfung für Realschüler nach der Sicherheitspanne in Bad Urach später nachgeholt werden muss. Das ist Stress vor allem für Lehrer. Nun wird an den Schulen ganz besonders aufgepasst auf die begehrten Umschläge aus dem Kultusministerium.

„Sicherheit wird bei uns ganz groß geschrieben“, lacht Petra Braun, die Leiterin des Carl-Laemmle-Gymnasiums, auf die Frage, ob die Prüfungsfragen in ihrer Schule denn sicherer seien als an der Bad Uracher Schule, wo ein Umschlag offenbar unerlaubt geöffnet worden ist. „An einem sicheren Ort“ seien die Aufgaben verwahrt, zu dem nur sie und ihre Stellvertreterin Dr. Ursula Cüppers Zugang hätten – wo das ist, verrät sie nicht. So soll der Prüfungszeit nichts im Wege stehen, die am heutigen Mittwoch mit dem Fach Deutsch ihren Anfang nimmt.

Am Freitag ist an dem Gymnasium Englisch dran, und am Montag folgt in Laupheim wie im ganzen Bundesland eine ganze Reihe Prüfungen mit verschiedenen Themen: Biologie, Geschichte, Chemie, Physik oder auch Sport.

Die Direktorin kann den Ablauf auswendig aufzählen: Am 24., 25. und 26. April geht es um Spanisch, Französisch und Latein, ehe Mathematik am 2. Mai den Prüfungsreigen beschließen. Deutsch und Mathematik sind wie in jedem Jahr Pflicht für alle Schüler, aber bei anderen Themen gebe es durchaus Trends in der Schülerschaft, meint Petra Braun. „Die Themen wechseln im Laufe der Zeit.“

Ebenfalls einheitlich mit dem Land verlaufen die zehn Prüfungstage an der Kilian-von-Steiner-Schule, dem beruflichen Gymnasium in Laupheim. Dort schwitzen 35 junge Leute bereits seit dem vergangenen Freitag in den verschiedenen Prüfungen. An der Berufsschule weichen die Themen etwas ab: „Profilfächer“ mit technischen Ausrichtungen bilden die beruflichen Anforderungen ab, aber auch all- gemeine Schulfächer wie Deutsch und Englisch sind gefragt. Auch an der Berufsschule muss jeder Schüler und jede Schülerin in vier Fächern ran, erklärt Alexander Seitter, der Verantwortliche für den Prüfungsverlauf: Eines der berufsbezogenen Profilfächer gehört mit sechsstündiger Prüfung dazu, aber in vierstündigen Prüfungen sind auch die Kernfächer Mathematik, Deutsch und eine Fremdsprache gefragt. „Mit Erholung ist zwischen den Prüfungen nichts“, betont er den Stressfaktor für die Jugendlichen. Aber dann, wenn die letzte Prüfung am Montag abgelegt ist, dann wird gefeiert, sagt der Lehrer: „Dann geht’s auf die Hütte.“

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