Der letzte Strohhalm

Lesedauer: 4 Min
 Der FV Olympia Laupheim (hier Manuel Hegen) steht im Spiel bei Calcio Leinfelden-Echterdingen gehörig unter Druck.
Der FV Olympia Laupheim (hier Manuel Hegen) steht im Spiel bei Calcio Leinfelden-Echterdingen gehörig unter Druck. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Der FV Olympia Laupheim bietet für das Spiel bei Calcio Leinfelden-Echterdingen eine Mitfahrgelegenheit an. Abfahrt ist am Sonntag um 11.30 Uhr am Stadion.

Im viertletzten Spiel der Saison in der Fußball-Verbandsliga muss der FV Olympia Laupheim bei Calcio Leinfelden-Echterdingen antreten. Für die Stuttgarter Vorstädter, die jenseits von Gut und Böse in der Tabelle stehen, geht es, außer um die Ehre, um nichts mehr. Für die Laupheimer ist dieses Spiel der allerletzte Strohhalm, vielleicht doch noch dem Abstieg zu entgehen. Angepfiffen wird die Partie in Leinfelden am Sonntag um 15 Uhr.

Es ist schwer für Hubertus Fundel in diesem Tagen. Der Laupheimer Trainer wirkt angeschlagen. Für ihn wiegt diese katastrophale Rückrunde seiner Mannschaft schwer. Sogar schwerer als beim Abstieg vor zwei Jahren, als Fundel die schon am Abgrund stehende Mannschaft seines Vorgängers Rolf Baumann übernahm. Doch dieses Mal ist Fundel selbst verantwortlich und das nagt offensichtlich an ihm. Galgenhumor könnte helfen, denkt sich der Trainer. Auch vor dem Spiel beim Tabellenachten Calcio, dem man in der Hinrunde noch ein torloses Unentschieden abgetrotzt hatte.

Man habe gut trainiert während der Woche, aber ob das Team dies auf dem Platz bestätigen wird, ließ er offen. Zu oft wurde der 50-Jährige in den vergangenen Wochen enttäuscht. Große Änderungen in der Aufstellung gegenüber dem 0:1 zu Hause gegen Tübingen werde es nicht geben. „Auch diesmal spricht einiges für eine Bauchentscheidung, wer spielt“, sagt der Trainer. Und: Vielleicht lässt es der Gegner, der in der kommenden Saison mal wieder in die Oberliga aufsteigen will und richtig aufrüstet, zum Saisonende ruhig auslaufen. „Das könnte uns in die Karten spielen, wenn wir vielleicht auch mal wieder in Führung gehen.“

Die Wende ist noch möglich

Es sind immer noch vier Spiele zu spielen und zwölf Punkte zu vergeben. Daran klammert sich Fundel, aber tut das auch das Team? Diese Frage können nur die 15 Mann beantworten, die am Sonntag möglicherweise zum Einsatz kommen. Auch Manuel Hegen hat voll trainiert und steht im Kader. Ein Sieg wirkt womöglich Wunder. Plötzlich würden die Spieler vielleicht auch wieder an ihre Chance glauben. So wie Martin Aggeler, der um ein weiteres Jahr in Laupheim verlängert hat, oder auch Serdar Özkaya von Türkspor Neu-Ulm, der aus der Bezirksliga Donau-Iller nach Laupheim wechselt. Der 28-jährige Stürmer hat auch schon für den SSV Ulm 1846 in der Oberliga gespielt. „Ich kenne den Jungen aus meiner Ulmer Zeit“, sagt Fundel. „Der wird uns in der kommenden Saison sicher helfen.“

Muss er auch, denn neben den vielen Gegentoren, drückt der Schuh in Laupheim vor allem bei der Durchschlagskraft im Angriff. Mit Özkaya hat die Olympia nach David Stellmacher vom SV Weingarten den zweiten Angreifer im besten Fußballeralter verpflichtet.

Der FV Olympia Laupheim bietet für das Spiel bei Calcio Leinfelden-Echterdingen eine Mitfahrgelegenheit an. Abfahrt ist am Sonntag um 11.30 Uhr am Stadion.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen