Der Insekten Tod ist der Vögel Not

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 Ein seltener werdendes Bild: eine Biene sitzt auf einer Sonnenblume
Ein seltener werdendes Bild: eine Biene sitzt auf einer Sonnenblume (Foto: Holger Hollemann/dpa)
Schwäbische Zeitung

Vortrag: Mittwoch, 10. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr im VHS-Haus, 1. Stock, Raum 3, Kosten: 5 Euro.

Film: Donnerstag, 11.Oktober, 19 bis 21 Uhr im Laemmle-Kino, Schloss Großlaupheim, Kosten:7 Euro (Karten an der Museumskasse, Reservierungen bei der VHS möglich)

Anmeldung zu Kurs-Nr. 102 und 103 bei der VHS Laupheim unter Telefon 07392/ 15 01 30 oder www.vhs-laupheim.de

Zu ihrem Themenschwerpunkt „Insektensterben und Vogelschwund“ geht die Volkshochschule Laupheim mit acht Veranstaltungen der Frage nach, welche Ursachen hinter der Entwicklung stehen und wie mögliche Gegenmaßnahmen aussehen können. Den Auftakt bilden gleich zwei Veranstaltungen in einer Woche: ein Vortrag am Mittwoch, 10. Oktober, und ein Dokumentarfilm am darauffolgenden Donnerstag.

Dr. Andreas Krüß vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn referiert zunächst über Fakten, Ursachen und Auswirkungen des Rückgangs der Insekten. Im Vortrag am Mittwoch werden repräsentative Daten aus Deutschland, aus Europa und auf globaler Ebene vorgestellt, die zeigen, dass der Rückgang der Insektenpopulationen seit längerer Zeit Realität ist. Die Daten, vor allem auch aus den Roten Listen, zeigten, dass die verschiedensten Insektengruppen in allen Lebensräumen betroffen sind. Er zeigt die zentralen Ursachen auf und diskutiert sie.

Die Gründe sind zum Teil relativ neu, wie die Neonicotinoide oder der Klimawandel, viele von ihnen wirken aber bereits schon seit langem, etwa die Habitatfragmentierung, der Lebensraumverlust und die intensive Landnutzung. Es wird deutlich gemacht, dass die Ursachen sowohl zeitlich als auch räumlich variieren und in komplexer Weise zusammenwirken. Die Auswirkungen sind vielfältig. Sie umfassen den Verlust wichtiger ökosystemarer Leistungen wie die Bestäubung, die Schädlingskontrolle und weitere, aber auch den Wegfall der Insekten als Nahrungsgrundlage für andere Tierartengruppen wie Fledermäuse, Vögel und Fische. Der Referent stellt mögliche Handlungsoptionen dar.

„More than Honey“

Am Donnerstag zeigt Adrain Kutter einen Dokumentarfilm zum Bienensterben mit dem Titel „More than Honey“ (Schweiz 2012 - 105 Minuten). In dem Werk des Regisseurs Markus Imhof wird die Biene als eines der fleißigsten und für den Menschen nützlichsten Tiere gezeigt. „Sie fliegt verlässlich von Blüte zu Blüte und sorgt mit ihrer Beharrlichkeit in vielen Industriezweigen für volle Geldbeutel“, heißt es in der Ankündigung. Die Biene ist die Ernährerin der Menschen. Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus“. Der Anfang seiner unheilvollen Prognose sei bereits in Gange, denn seit mehreren Jahren ist ein vermehrtes Bienensterben rund um den Globus zu beobachten. Das harmonische Gleichgewicht ist bedroht, denn Bienen sorgen nicht nur für Honig, sondern liefern durch Bestäubung auch die Grundlage für Obst- und Gemüseanbau. Die Dokumentarfilmer beleuchten das Phänomen des Bienensterbens sowie die gravierenden Auswirkungen.

Vortrag: Mittwoch, 10. Oktober, 19 bis 20.30 Uhr im VHS-Haus, 1. Stock, Raum 3, Kosten: 5 Euro.

Film: Donnerstag, 11.Oktober, 19 bis 21 Uhr im Laemmle-Kino, Schloss Großlaupheim, Kosten:7 Euro (Karten an der Museumskasse, Reservierungen bei der VHS möglich)

Anmeldung zu Kurs-Nr. 102 und 103 bei der VHS Laupheim unter Telefon 07392/ 15 01 30 oder www.vhs-laupheim.de

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